Papst Benedikt XVI.: Ansprache zum Angelusgebet in Brescia
Mit ökumenischen Gespür erklärte Paul VI. Maria zur Mutter der Kirche
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ROM, 9. November 2009 (ZENIT.org). Wir veröffentlichen die Ansprache, die Papst Benedikt XVI. am Sonntag während seiner Pastoralreise ins norditalienische Brescia vor dem Angelusgebet gehalten hat. Zuvor hatte er auf der Piazza Paolo VI. eine Messe gefeiert.
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Als seine kirchliche Verantwortung Schritt für Schritt größer wurde, reifte in ihm in der Tat eine immer umfassendere und organischere Sicht der Beziehung zwischen der Seligen Jungfrau Maria und dem Geheimnis der Kirche heran. Diesbezüglich bleibt die Ansprache zum Abschluss der 3. Sitzungsperiode des II. Vatikanischen Konzils vom 21. November 1964 denkwürdig. In jener Sitzung wurde die Konstitution über die Kirche „Lumen gentium“ promulgiert, deren – nach den Worten Pauls VI. – „Höhepunkt und Krönung ein ganzes der Muttergottes gewidmetes Kapitel ist“. Der Papst wies darauf hin, dass es sich um die breiteste Synthese der marianischen Lehre handelte, die jemals von einem Ökumenischen Konzil ausgearbeitet worden ist, mit dem Ziel, „das Antlitz der heiligen Kirche zu zeigen, mit der Maria zutiefst verbunden ist“ (Enchiridion Vaticanum, Bologna 1979, S. [185], Nr. 300-302). In diesem Zusammenhang erklärte er die Selige Jungfrau Maria zur „Mutter der Kirche“ (vgl. ebd., Nr. 306) und wies mit großem ökumenischen Gespür darauf hin, dass die Verehrung Marias ein Mittel ist, das im Wesentlichen darauf ausgerichtet ist, die Seelen zu Christus zu führen und sie so in der Liebe des Heiligen Geistes mit dem Vater zu vereinen“, um sie auf diese Weise mit dem Vater in der Liebe des Heiligen Geistes zu vereinen“ (ebd., Nr. 315).
Die Worte Pauls VI. wiederholend beten auch wir heute: O Jungfrau Maria, Mutter der Kirche, dir empfehlen wir diese Kirche von Brescia und die gesamte Bevölkerung dieser Region. Gedenke deiner Kinder; bekräftige ihre Gebete bei Gott; bewahre fest ihren Glauben; stärke ihre Hoffnung; lass die Liebe größer werden. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria (vgl. ebd., Nr. 317.320.325).
[ZENIT-Übersetzung des italienischen Originals; © Copyright 2009 – Libreria Editrice Vaticana]


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