Papst Benedikt XVI. besucht in Bethlehem kranke Kinder

Das Baby Caritas Hospital, „Oase des Friedens für die Schutzlosesten“

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BETHLEHEM, 13. Mai 2009 (ZENIT.org).- Am heutigen Nachmittag besuchte Papst Benedikt XVI. nach dem stillen Gebet in der Geburtsgrotte in Bethlehem zunächst das Caritas-Baby-Hospital.



Das Kinderkrankenhaus, das vom Schweizer Pater Ernst Schnydrig gegründet worden ist, lässt jährlich rund 30.000 Kleinkindern ärztliche Versorgung zukommen, und zwar ohne Rücksicht auf Staats- oder Religionszugehörigkeit.

Der Papst wurde bei seinem Besuch von den Vorsitzenden der Schweizer und der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Kurt Koch und Erzbischof Robert Zollitsch, begrüßt. Die Kirchen in der Schweiz und Deutschland sind maßgeblich an der Finanzierung des Kinderkrankenhauses im Westjordanland beteiligt.

Die Begegnung mit den kleinen Patienten im Krankenhaus war bewegend. Benedikt XVI. besuchte die kranken Kinder und hielt sich vor einem früh geborenen Kind namens Elias auf. Nach seiner Ansprache schenkte er dem Krankenhaus ein Beatmungsgerät für früh geborene Kinder. Benedikt XVI. bezeichnete die Anlage als eine „Oase des Friedens für die Schutzlosesten“. Sie habe als Leitstern der Hoffnung gezeigt, dass Liebe über Hass und Friede über Gewalt siegen könne. Den jungen Patienten versicherte der Heilige Vater: „Der Papst ist bei euch!“

In seiner Ansprache dankte Benedikt XVI. für die Willkommensworte, die P. Michael Scheiger von der „Kinderhilfe“, Ernesto Langensand als Verwalter des Krankenhauses und Sr. Erika Nobs, Oberin der Gemeinschaft der Elisabethenschwestern, an ihn gerichtet hatten. Ebenso grüßte Benedikt XVI. die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der Schweiz und Deutschlands, Bischof Kurt Koch und Erzbischof Robert Zollitsch.

Der Heilige Vater dankte allen Mitarbeitern für ihre unschätzbare Arbeit und erinnerte sie an den Gründer des Kinderkrankenhauses, der davon überzeugt gewesen sei, dass unschuldige Kinder einen Platz verdienten, der sie vor den Übeln der Zeit und der Gewalt schütze.

Am heutigen Festtag Unserer Lieben Frau von Fatima richtete Papst Benedikt abschließend ein Gebet an die Gottesmutter:

„Maria, Heil der Kranken, Zuflucht der Sünder, Mutter des Erlösers. Wir reihen uns ein in die große Zahl der Geschlechter, die dich selig gepriesen haben. Höre deine Kinder, die wir deinen Namen anrufen. Du hast den drei Kindern von Fatima versprochen: Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz siegen. So geschehe es! Die Liebe möge über den Haß siegen, die Solidarität über die Entzweiung und der Friede über jede Form von Gewalt!

Die Liebe, mit der du deinen Sohn getragen hast, möge uns lehren, Gott zu lieben mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft. Der Allmächtige möge uns sein Erbarmen zeigen, uns mit seiner Kraft stärken und mit allem Guten erfüllen.

Wir bitten deinen Sohn Jesus, diese Kinder zu segnen und alle Kinder, die auf der ganzen Welt leiden. Sie mögen Gesundheit des Leibes erlangen, Kraft des Geistes und Frieden des Herzens. Vor allem aber mögen sie wissen, dass sie geliebt werden mit einer Liebe, die weder Grenzen noch Schranken kennt: die Liebe Christi, die alle Erkenntnis übersteigt. Amen.“