Papst Benedikt XVI. besucht Märtyrer-Gedenkstätte auf der Tiberinsel

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ROM, 4. April 2008 (ZENIT.org).- Am Montagnachmittag (7. April) wird Papst Benedikt XVI. die Gedenkstätte der Märtyrer des 20. und 21. Jahrhunderts in der Basilika des heiligen Bartholomäus auf der Tiberinsel besuchen.



Der Besuch des Heiligen Vaters fällt auf den 40. Jahrestag der Gründung der Gemeinschaft Sant’Egidio, der Johannes Paul II. die Verwirklichung und Betreuung der Gedenkstätte in der Basilika und Begräbnisstätte des Apostels Bartholomäus anvertraut hatte.

San Bartolomeo all'Isola ist eine der ältesten Kultstätten Roms. In ihr werden das Gedächtnis und die Reliquien zahlreicher Zeitzeugen verwahrt, angefangen bei Bischof Oscar Romero bis hin zu Kardinal Posada Ocampo, der auf dem Flughafen von Guadalajara (Mexiko) von Drogenhändlern ermordet wurde.

Der evangelische Pastor Paul Schneider und der österreichische Selige Franz Jägerstätter (vgl. Interview mit Postulator Bischof Scheuer), die sich gegen den Nationalsozialismus stellten, sind ebenso vertreten wie der Mönch Sofia Boghiu, der sich dem kommunistischen Totalitarismus in Rumänien widersetzte. Als einer der Märtyrer aus jüngster Vergangenheit wird in San Bartolomeo auch des italienischen Priesters Don Andrea Santoro gedacht . Dieser Priester der Diözese Rom wurde im letztem Jahr nach der Eucharistiefeier in seiner Kirche in der Türkei ermordet (vgl. letzter Brief des Ermordeten, Reaktion des Papstes).