Papst Benedikt XVI: „Bewahrt die Schöpfung, das Erbe der ganzen Menschheit“

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LORETO, 3. September 2007 (ZENIT.org).- Während der Heiligen Messe in Loreto, der „geistlichen Hauptstadt“ Italiens, warnte Papst Benedikt XVI. am gestrigen Sonntag vor den Gefahren der zunehmenden Umweltzerstörung. Der Heilige Vater rief die Jugendlichen dazu auf, in besonderer Weise für die Zukunft des Planeten einzutreten.



Der 1. September war von den italienischen Bischöfen zum „Tag der Schöpfung“ ausgerufen worden. Benedikt XVI. würdigte diese Initiative der italienischen Kirche zur Bewahrung der Schöpfung. Der diesjährige Gedenktag stand im Zeichen der Problematik des Wassers. Der Papst wies darauf hin, dass es sich gerade beim Wasser um ein sehr wertvolles Gut handle, das gerecht und in Frieden verteilt werden müsse. Auseinadersetzungen um das Wasser führten zu Spannungen und Konflikten.

Die 500.000 in Loreto zur Heiligen Messe versammelten Jugendlichen rief der Papst dazu auf, sich mutig für die Bewahrung des Planeten einzusetzen: „Bevor es zu spät ist, ist es notwendig, mutige Entscheidungen zu treffen“, so Benedikt XVI. Diese Entscheidungen sollten zur Entstehung einer starken Allianz zwischen Mensch und Erde beitragen.

Den neuen Generationen sei die Zukunft des Planeten anvertraut. Benedikt XVI. erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Fehler in Bezug auf das delikate Gleichgewicht in der Natur immer deutlicher zutage träten. „Ein entschlossenes Ja zur Bewahrung der Schöpfung und ein starker Einsatz sind notwendig, um jene Tendenzen umzukehren, die Gefahr laufen, in eine Situation unumkehrbaren Niedergangs zu führen.“

Auch aufgrund des nationalen „Tags der Schöpfung“ stand das Treffen von Loreto unter dem Zeichen der Umweltverträglichkeit. Die Gebetshefte waren aus recycelbarem Papier gefertigt. Das Einweggeschirr (Teller, Bestecke) bestand aus biologisch abbaubaren Materialen. Die Organisation achtete auf eine getrennte Abfallentsorgung. Gleichzeitig waren neue Bäume gepflanzt worden.