Papst Benedikt XVI.: Der heilige Paulus zeigt uns, wie Fastenzeit gelebt wird

Der Völkerapostel lebte aus dem Wort Gottes

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ROM, 27. Februar 2009 (ZENIT.org).- Am gestrigen Nachmittag stand Papst Benedikt XVI. in der römischen Basilika Santa Sabina auf dem Aventin dem Gottesdienst vor, mit dem die Kirche zusammen mit dem Ritus der Aschenauflegung den vierzigtägigen Weg der Fastenzeit aufnahm. Der Papst betonte in seiner Predigt, dass die diesjährige Fastenzeit nach dem Vorbild des Apostels Paulus gelebt werden solle, der aus dem Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen als Sieger hervorgegangen und Zeuge des Sieges der Liebe über den Tod gewesen sei.

Paulus sei der „Botschafter des Herrn" und „Athlet des Glaubens" gewesen, eines Glaubens, den er während seines ganzen „missionarischen Rennens" bezeugt und gepredigt habe. Benedikt XVI. verwies auch darauf, dass der Völkerapostel in außerordentlicher Weise die Macht der Gnade Gottes erfahren habe. So sei er Vorbild der wahren Umkehr.

Das tiefe Bewusstsein, das Paulus erfüllt habe - alles, was er ist, ist er aufgrund der Gnade Gottes - sei ein wahrer „innerer Hebel" gewesen, auf den Gott seine Wirkung habe ausüben können, um ihn weiterzubringen.

Trotz seiner Erfahrung der Gnade habe Paulus nicht vergessen, dass es notwendig sei, das Geschenk des neuen, durch die Taufe empfangenen Lebens in Freiheit anzunehmen. Damit Christus voll herrschen könne, sei es notwendig, dass jeder Getaufte den Lehren Jesu treu folge. Grundlegend hierfür seien die Mittel, die die Liturgie des Aschermittwochs vorschlage: Gebet, Almosen und Fasten.

Paulus habe dazu aufgerufen, ohne Unterlass zu beten und Nächstenliebe zu üben, die der „Gipfel des Lebens des Gläubigen" und ein „Band der Vollendung" sei. Dazu gehöre auch das Fasten, der Einladung des Apostels zur Nüchternheit folgend.

Um als neuer Mensch, eben als Christ zu leben, sei das Hören des Wortes Gottes unverzichtbar, so Papst Benedikt. Die Briefe des Apostels Paulus offenbarten, wie der große Heilige aus dem Wort Gottes gelebt habe. Gedanken, Taten, Gebet, Theologie, Predigt, Ermahnung - bei Paulus sei alles eine Frucht des Wortes, das er erhalten habe.