Papst Benedikt XVI.: Der Kampf gegen Korruption ist Bedingung für Frieden

Empfang des neuen Botschafters der afrikanischen Republik Gabun

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ROM, 27. Juni 2008 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. rief gestern, Donnerstag, in einem Appell dazu auf, durch Gerechtigkeit und die Achtung der Menschenrechte Frieden zu stiften.

Beim Empfang des neuen Vatikan-Botschafters der afrikanischen Republik Gabun, Firmin Mboutsou, verlieh der Heilige Vater seine tiefe Besorgnis angesichts der Konflikte in vielen afrikanischen Ländern.

„Durch Sie, Herr Botschafter, bitte ich die Behörden und alle Menschen guten Willens, insbesondere in diesem geliebten afrikanischen Kontinent, sich mehr und mehr zugunsten einer friedlichen Welt und brüderlichen Solidarität einzusetzen", erklärte der Papst in seiner Ansprache in französischer Sprache.

„Ich appelliere heute an Ihren prophetischen Mut, der wachsen möge, und ich erinnere Sie daran, dass Frieden und Gerechtigkeit zusammengehen und dass all dies durch die Rechtsstaatlichkeit in allen Bereichen garantiert werden muss", erklärte der Papst.

In der Tat, präzisierte der Bischof von Rom, „ohne Gerechtigkeit, ohne Kampf gegen alle Formen von Korruption, ohne die Achtung der Rechtsstaatlichkeit ist es unmöglich, echten Frieden zu schaffen". Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, sei es für die Bürger sehr schwer, Vertrauen in ihre Regierung zu setzen. „Ohne die Achtung der Freiheit jedes Einzelnen kann es keinen Frieden geben", mahnte der Papst.

Wenn man von sozialer Gerechtigkeit spreche, „ist es für die Bewohner des Landes an der Zeit, dass sie zu den ersten Nutznießern der Erlöse aus dem natürlichen Reichtum der Nation werden“. Es müsse alles getan werden, um den Planeten besser zu schützen, damit „man den zukünftigen Generationen eine bewohnbare Erde hinterlässt, die wirklich in der Lage ist, ihre Bewohner zu nähren".

Der Heilige Vater betonte in diesem Zusammenhang, dass die Kirche nach Maßgabe ihrer Tradition und in vertretbaren Formen bereit sei, „mit allen zu kooperieren und alle zu unterstützen, deren Hauptanliegen es ist, eine Gesellschaft zu schaffen, die die grundlegendsten Rechte des Menschen...  respektiert".

Mit ihrer Bildungstätigkeit und der spirituellen Betreuung der Streitkräfte wolle die Kirche einen konkreten Beitrag zum Frieden leisten. Die anspruchsvolle Mission der Kirche liege vor allem im „Dienst an Frieden, Gerechtigkeit und Sicherheit“.