Papst Benedikt XVI.: Die im katholischen Fernsehen Tätigen sind „Mitarbeiter der Wahrheit“

Grußbotschaft an die Teilnehmer des ersten Weltkongresses des katholischen Fernsehens in Madrid (Spanien)

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ROM/MADRID, 12. Oktober 2006 (ZENIT.org).- Die Kirche sollte sich der neuen Technologien bedienen, um die frohe Botschaft des Evangeliums zu verbreiten, erklärt Papst Benedikt XVI. anlässlich des ersten Weltkongresses des katholischen Fernsehens, der in diesen Tagen in der spanischen Hauptstadt Madrid stattfindet.



In einer von Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone übersandten Grußbotschaft teilt der Heilige Vater den knapp 300 Teilnehmern und 100 Journalisten aus rund 50 Ländern mit, dass Katholiken das Fernsehen verwenden könnten, um den Sendungsauftrag Jesu besser zu erfüllen und wirksamer „auf die Bedürfnisse unserer Zeit zu reagieren“.

Die internationale Tagung, die vom Päpstlichen Rat für die sozialen Kommunikationsmittel und der Erzdiözese Madrid gemeinsam organisiert worden ist, wurde gestern, Dienstag, unter dem Vorsitz des Madrider Erzbischofs Antonio Maria Kardinal Rouco Varela feierlich eröffnet.

Kardinal Bertone umschreibt in dem päpstlichen Schreiben, das an den Präsidenten des Päpstlichen Rates für die sozialen Kommunikationsmittel, Erzbischof John Foley, gerichtet ist, auch das Ziel der Tagung. Es gehe darum, „die Begegnung, den Dialog und die Zusammenarbeit unter den zahlreichen kirchlichen Organisationen zu fördern, die in vielen Teilen der Erde Fernsehsendungen produzieren und ausstrahlen“.

Der erste Weltkongress des katholischen Fernsehens behandelt das Apostolische Schreiben Die schnelle Entwicklung. Die Beiträge können im Internet unter www.worldcongresstv.com mitverfolgt werden.

„Die Vielzahl von Initiativen, die in vielen Fällen Zeugnis geben vom Wirken des Heiligen Geistes, erfordert heutzutage eine größere gegenseitige Zusammenarbeit, um die Professionalität zu verbessern und auf diese einen lebendigeren Austausch zwischen Kirche und Welt zu gewähren“, heißt es in der Grußbotschaft. Und da jede Organisation einen besonderen Beitrag zur Begegnung der katholischen Stimme mit der Welt der Medien beisteuere, sei eine größere Einheit mit dem Heiligen Stuhl und den Ortsbischöfen notwendig, um die verschiedenen Fernsehstationen – auch diejenigen, die sich in Zukunft noch entwickeln würden – zu inspirieren, zu unterstützen und ihnen zu helfen, ihrer katholischen Identität treu zu bleiben, wobei natürlich die jeweilige Eigenständigkeit bewahrt werden sollte.

In dem päpstlichen Schreiben wird darüber hinaus betont, dass die neuen Formen der Kommunikation eine aktivere Teilnahme der Öffentlichkeit an den Medien förderten und somit auch den Einbezug der weniger begünstigten Teile der Gesellschaft – indem sie auf eine ganz besondere Weise die Erfahrung der Gemeinschaft, die das Herzstück der Kirche bilde, vermittelten.

Zu diesem Zweck sei es unumgänglich, „eine freudige, kreative und professionelle Fernsehpräsenz zu fördern, ohne Furcht vor der Technologie und mit unerschrockener Hoffnung und unerschrockenem Glauben“. So könne es gelingen, als „Mitarbeiter der Wahrheit... die frohe Botschaft unseres Herrn in der vielfachen Ausführung der Bild- und Tonmedien zu verbreiten und dabei die Schönheit der Schöpfung zu bezeugen“.