Papst Benedikt XVI.: Die Kirche fördert die Wissenschaft

Empfang für Teilnehmer der Sommerakademie der vatikanischen Sternwarte

| 946 klicks

ROM, 12. Juni 2007 (ZENIT.org).- Papst Benedikt wies am Montag im Rahmen einer Audienz für die Teilnehmern der 11. Sommerakademie der vatikanischen Sternwarte darauf hin, dass die Kirche die wissenschaftliche Forschung födere.



„Seit ihrer Einrichtung im Jahr 1891 ist die vatikanische Sternwarte darum bemüht, das Anliegen der Kirche kundzutun, sich das wissenschaftliche Studium zu Eigen zu machen, es anzuregen und zu fördern“, bekräftigte der Heilige Vater. Und mit einem Zitat aus der Enzyklika Fides et Ratio von Papst Johannes Paul II. erklärte er die dahinter stehende Motivation: „Glaube und Vernunft sind wie die beiden Flügel, mit denen sich der menschliche Geist zur Betrachtung der Wahrheit erhebt“.

Papst Benedikt XVI. fuhr fort: „Die Jesuitenpater und -brüder, die in der Sternwarte arbeiten, sind nicht nur an der astronomischen Forschung beteiligt, sondern ebenso engagiert, Bildungsmöglichkeiten für die nächste Generation von Astronomen anzubieten. Die Sommerakademie der vatikanischen Sternwarte ist ein konkretes Zeichen dieser Verpflichtung.“

Der diesjährige Sommerkurs findet vom 9. Juni bis zum 6. Juli im Sommersitz des Heiligen Vaters in Castel Gandolfo südöstlich von Rom statt. Die Teilnehmer kommen aus 22 Nationen, darunter auch aus 14 Entwicklungsländern. Der Papst verwies auf die „wertvolle Gelegenheit, mit Studierenden aus 22 unterschiedlichen Ländern gemeinsam zu lernen. Die Mannigfaltigkeit Ihrer Herkunft und kulturellen Traditionen kann eine Quelle großer Bereicherung für Sie alle darstellen“, fügte er hinzu.

Benedikt XVI. ermutigte die angehenden Wissenschaftler, „diese Erfahrung vollends auszukosten“, und versprach, dafür zu beten, dass ihre „kleine internationale Gemeinschaft ein viel versprechendes Zeichen für eine intensivere wissenschaftliche Zusammenarbeit zum Wohl der gesamten Menschheitsfamilie sein möge“.

Er hoffe, dass der Studienaufenthalt der Forscher in Castel Gandolfo - „die Beobachtung der Gestirne, die ‚leuchten mit Freude für ihren Schöpfer‘ (Bar 3,35)“ - zu einer Quelle „geistlichen Trosts“ werden möge.

Die vatikanische Sternwarte ist eine der ältesten astronomischen Forschungseinrichtungen der Welt. Die Forschungsgruppe der vatikanischen Sternwarte befindet sich in der Steward-Sternwarte der Universität von Arizona in den USA.