Papst Benedikt XVI. feiert 150. Gründungstag des Roten Kreuzes

Aufforderung zur Freilassung eines Mitarbeiters auf den Philippinen

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ROM, 25. Juni 2009 (ZENIT.org).- Aus Anlass des 150-jährigen Bestehens des Roten Kreuzes hat Papst Benedikt XVI. die Freilassung des auf den Philippinen entführten Rot-Kreuz-Mitarbeiters Eugenio Vagni gefordert. Bei der Generalaudienz rief der Heilige Vater gestern, Mittwoch, zugleich zur Freilassung aller Menschen auf, die in Konfliktgebieten entführt und verschleppt worden seien.

„Vor 150 Jahren wurde die Idee geboren, eine machtvolle Bewegung zur Hilfe der Kriegsopfer zu gründen, die daraufhin den Namen Rotes Kreuz für sich wählte“, so der Papst. Die Hilfsorganisation sei inmitten zahlreicher Kriege und Konflikte ein „bedeutendes Bollwerk“ der Menschlichkeit und Solidarität. Millionen von Freiwilligen hätten sich seit dem Gründungsdatum überall auf der Welt engagiert.

Die menschliche Person in ihrer Würde und Gesamtheit müsse immer im Zentrum der humanitären Arbeit des Roten Kreuzes stehen, mahnte Benedikt XVI. Insbesondere die jungen Menschen forderte er dazu auf, sich in dieser Organisation zu engagieren.

Schließlich bat Papst Benedikt XVI. noch einmal um die Freilassung von Eugenio Vasgni, einem Mitarbeiter des Roten Kreuzes auf den Philippinen, der aus dem mittelitalienischen Arezzo stammt und seit dem 15. Januar auf der Insel Jolo von muslimischen Rebellen (Angehörigen der Gruppe „Abu Sayyaf“) festgehalten wird.

Nach aktuellen Angaben des Internationalen Roten Kreuzes ist der 62-Jährige noch am Leben. Zwei gleichzeitig entführte Helfer sind bereits freigekommen. Vor zwei Wochen wurden bei Kämpfen zwischen den Entführern und dem philippinischen Militär fünf Soldaten und ein Polizist getötet.

Die Idee zur Gründung des Roten Kreuzes kam dem Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant anlässlich der Schlacht von Solferino und San Martino in Mittelitalien. Dabei waren am 24. Juni 1859 an einem einzigen Tag rund 6.000 Soldaten getötet und 25.000 verletzt worden.