Papst Benedikt XVI. fliegt mit Hubschrauber am 26. Juni in das Erdbebengebiet Emilia-Romagna

Zusammentreffen mit Vertretern von Regierung, Hilfsorganisationen und Unternehmern

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VATIKANSTADT, 19. Juni 2012 (ZENIT.org). – Papst Benedikt XVI. wird am 26. Juni das Erdbebengebiet der Emilia-Romagna besuchen, wie der Heilige Stuhl heute verlauten ließ. Der Papst wird sich den Vormittag über mit Vertretern des Zivilschutzes und der Regierung, mit Bischöfen, Pfarrern, Unternehmern und Gläubigen treffen. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten der Region,Vasco Errani, ist eine Ansprache des Papstes geplant.

Vorgesehen ist auch ein Besuch in der „roten Zone“ des Erdbebengebiets, Rovereto di Novi („Santa Caterina di Alessandria“).

Bei dem Erdbeben Ende Mai wurden 1500 Kirchen leicht bis mittelschwer beschädigt, 2500 Palazzi, Burgen und Wohnhäuser aus der Zeit zwischen 1100 und 1800 stürzten teilweise ein.

Jede dritte Kirche der Region ist zerstört. Der Vatikan hatte nach Berichten große Sorge geäußert, da die Episkopatskonferenz nur in der Lage sei, für einen Teil der enormen Restaurierungskosten aufzukommen. Die Kirchengelder würden für den Wiederaufbau so vieler Gotteshäuser nicht ausreichen.

Das Epizentrum des Bebens lag in dem 16-Tausend-Seelen-Ort Finale Emilia.

Nur ein Beispiel der unersetzlichen beschädigten Kulturgüter dort ist das Castello delle Rocche, ein Meisterwerk der norditalienischen Wehrarchitektur im Stadtzentrum aus dem Jahr 1402.