Papst Benedikt XVI.: Im Leiden vertrauen wir auf Gott

Besuch bei Kranken im Kardinal-Léger-Center

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YAOUNDÉ, 20. März 2009 (ZENIT.org).- Auch wenn viele Menschen an Gottes Gegenwart zweifeln, wenn sie mit Leiden konfrontiert sind, ist gerade das Leiden die beste Zeit, um sich Gott noch mehr anzuvertrauen. Das betonte Benedikt XVI. bei einem Treffen mit kranken Menschen im „Kardinal Paul-Émile Léger Center". Der Papst versicherte den Anwesenden: „Ihr seid nicht allein in eurem Schmerz. Christus ist allen nahe, die leiden."

„Konfrontiert mit Leiden, Krankheit und Tod, ist es verführerisch, aus Schmerz zu schreien, wie Hiob es tat, dessen Name ‚Leiden' bedeutet", erörterte der Papst. „Wenn sich unsere Lage verschlimmert, nimmt unsere Angst zu. Manche fühlen sich dazu verleitet, an Gottes Gegenwart in ihren Leben zu zweifeln." Hiob sei sich der Gegenwart Gottes bewusst gewesen. Sein Schrei geschah nicht aus Rebellion: „In den Tiefen seines Kummers gestattete er seinem Vertrauen zu wachsen."

„In der Gegenwart solcher Pein fühlen wir uns machtlos und können nicht die richtigen Worte finden", meinte der Heilige Vater. „Vor einem Bruder oder einer Schwester, die eingetaucht ist in das Mysterium des Kreuzes, erreichen eine respektvolle und mitfühlende Stille, eine von Gebet erfüllte Gegenwart, eine Geste der Zärtlichkeit und des Trostes, ein freundlicher Blick oder ein Lächeln oft mehr als viele Worte."

Das Personal des Krankenhauses ermutigte Benedikt XVI. mit folgenden Worten: „Indem ihr die Leidenden durch die Pflege und Aufmerksamkeit, die ihr ihnen gebt, begleitet, leistet ihr einen Akt der Hingabe und Liebe, die Gott wertschätzt: ‚Ich war krank, und Ihr habt mich besucht.'" Die Ärzte forderte der Papst auf, alle legitimen Formen der Schmerzlinderung anzuwenden. Als erstes seien die Ärzte dazu berufen, das menschliche Leben zu schützen: „Ihr seid Beschützer des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod", bekräftigte Benedikt XVI.

Der Heilige Vater drängte die Priester dazu, die Kranken auch spirituell zu unterstützen. Von Gott werde diese Hingabe später belohnt werden. „Ich möchte auch meinen Wunsch ausdrücken, dass sich niemand von euch jemals alleine fühlen soll", so beendete Papst Benedikt XVI. seine Ansprache. „Es ist die Aufgabe jeder Person, die gemäß dem Bild Christi geschaffen ist, ein guter Nachbar für die Menschen um sie herum zu sein."