Papst Benedikt XVI. lädt zur Betrachtung der Dreifaltigkeit ein

Grußworte an Jugendliche, Kranke und Frischvermählte

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ROM, 3. Juni 2009 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. hat insbesondere die jungen Menschen dazu ermutigt, über das Geheimnis des einen und dreifaltigen Gottes nachzudenken und auf diese Weise Gott immer mehr zu lieben.

Am Ende der heutigen Generalaudienz, die dem heiligen Rabanus Maurus gewidmet war, richtete der Heilige Vater wie üblich noch einen herzlichen Gruß alle anwesenden jungen und kranken Menschen sowie an die Frischvermählten.

„Liebe Jugendliche, am kommenden Sonntag feiern wir das Hochfest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Ich wünsche euch, dass euch die Betrachtung des trinitarischen Mysteriums immer tiefer in die göttliche Liebe hineinführen möge."

Anschließend richtete sich Benedikt XVI. an die kranken Personen: „Dank der Taufe ist die Allerheiligste Dreifaltigkeit in eurem Leben gegenwärtig. Das sei euch eine Stütze, um in jeder Lebenslage den Willen des Herrn zu erfüllen."

Der letzte Gruß des Papstes galt den jungen Eheleuten, von denen einige im Hochzeitsgewand erschienen waren. Er gab ihnen den Rat, sich immer an der tiefen Verbundenheit der drei göttlichen Personen zu orientieren und eine Familie zu bilden, in der es möglich sei, „in der gegenseitigen Liebe die Freude des Gebetes und der Annahme des Lebens zu erfahren".

Am Dreifaltigkeitssonntag 2008 hatte der Heilige Vater bei der großen Papstmesse in Genua die Gläubigen daran erinnert, dass die christliche Sicht des Menschen beziehungsweise der Personenbegriff aus der offenbarten dreifaltigen Wirklichkeit Gottes komme: „Wenn Gott dialogische Einheit ist, Substanz in Relation, so spiegelt der Mensch, der nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen ist, diese Konstitution wider: Er ist daher dazu berufen, sich im Dialog, im Gespräch, in der Begegnung zu verwirklichen."

Der Mensch sei wesentlich „Kind", bekräftigte damals der Papst. Er verwirkliche sich nicht in absoluter Autonomie - indem er sich der Illusion hingebe, selbst Gott zu sein -, sondern wenn er sich selbst als Kind erkenne, „als offenes Geschöpf".

Der dreifaltige Gott erweise sich als Liebe und als Leben, das sich mitteilen wolle, als Beziehung, hob Papst Benedikt hervor. Und Gott als Liebe werde im Antlitz Jesu endgültig offenbar: „Liebe Vater - Liebe Sohn - Liebe Heiliger Geist".