Papst Benedikt XVI. möchte kirchliche Bewegungen fördern

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ROM, 29. April 2005 (ZENIT.org).- Im Stil seines Vorgängers wird Papst Benedikt XVI. die kirchlichen Bewegungen, Vereinigungen und Gemeinschaften "mit väterlicher Zuneigung" begleiten. Das bestätigt Kardinal-Staatssekretär Angelo Sodano in einer am vergangenen Freitag veröffentlichten Grußbotschaft anlässlich des Nationalkongresses der Charismatischen Erneuerung (22.-25. April) in Rimini. 25.000 Menschen hatten daran teilgenommen.



Benedikt XVI. freue sich "zu Beginn seines Amtes als Nachfolger Petri" besonders darüber, an all jene denken zu dürfen, die sich in Rimini versammeln: an die Bischöfe und die Priester, die die Gruppen der Bewegung begleiten, sowie an die zahlreichen Gläubigen aus dem In- und Ausland.

"Als jener tiefgläubige und vom Heiligen Geist erfüllte Mensch, der er war, hat unser geliebter und geschätzter Johannes Paul II. mit großer Umsicht den Weg der kirchlichen Bewegungen, Vereinigungen und Gemeinschaften begleitet", schreibt Kardinal Sodano im Namen von Papst Benedikt XVI.

"Mit väterlicher Zuneigung ist es der Wille Seiner Heiligkeit [Benedikt XVI., Anm.], diesen Dienst fortzusetzen, damit die Gaben, die der Herr seiner Kirche schenkt, ganz und gar gewürdigt werden und am besten dem Aufbau des Leibes Christi dienen, der die Kirche ist."

Der neue Bischof von Rom bestärkt in der Großbotschaft die Mitglieder der Charismatischen Erneuerung. Durch die "Anrufung der himmlischen Fürsprache der allerseligsten Jungfrau Maria" möge sie selbst den "eifrigen und in Eintracht vorgebrachten" Gebeten der Teilnehmer vorangehen, so wie damals "bei der ersten Gemeinschaft, die im Abendmahlssaal zusammengekommen ist". Und so werde Maria für alle Kongressteilnehmer "eine neue Ausgießung des Tröstergeistes erlangen".

Das Treffen der Erneuerungsbewegung ging am Montag mit einem lauten Appell zur Einheit zu Ende. Salvatore Martínez, nationaler Koordinator der Erneuerungsbewegung, erinnerte in seinem Abschlussplädoyer an die Predigt, die Joseph Ratzinger anlässlich der Heiligen Messe zum öffentlichen Beginn seines Pontifikats am 5. Ostersonntag auf dem Petersplatz gehalten hatte: "Benedikt XVI. sagt die Wahrheit: Die Kirche lebt!" Die Erneuerung werde niemals damit aufhören, zusammen mit dem Heiligen Vater zu verkünden, "dass die Kirche lebendig ist, weil der lebendige Jesus Christus in ihr wohnt und der Heilige Geist sie beseelt".

In Italien teilen mehr als 200.000 Menschen in 1.800 Gemeinschaften und Gebetsgruppen die Spiritualität der "Erneuerung im Heiligen Geist", ein Ausdruck der katholischen charismatischen Bewegung.

Weltweit teilen mehr als 100 Millionen Katholiken die charismatische Erfahrung. Koordiniert wird die Bewegung vom "Internationalen Rat für Charismatische Erneuerung" (ICCRS), der vom Päpstlichen Rat für die Laien anerkannt wird.