Papst Benedikt XVI. ruft starke Frauen aus Afrika zur Bischofssynode

Ordensfauen kämpfen für Gerechtigkeit und prangern die Leiden von Frauen an

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ROM, 1. Oktober 2009 (ZENIT.org).-Papst Benedikt XVI. hat als Beraterinnen und Hörerinnen bei der Außerordentlichen Bischofssynode für Afrika Frauen ausgewählt, die außerordentlich engagiert für das Thema „Gerechtigekeit und Frieden“ sind.

-Sie werden an der bevorstehenden Zweiten Sonderversammlung der Bischofssynode für Afrika mit dem Thema „Die Kirche in Afrika im Dienst der Versöhnung, der Gerechtigkeit und des Friedens 'Ihr seid das Salz der Erde... Ihr seid das Licht der Welt' (Mt 5,13.14)" in Rom teilnehmen, die vom 4. bis 25. Oktober 2009 stattfinden wird.

Eine dieser starken Frauen ist Sr. Marie-Bernard Alima Mbalula, Sekretärin der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Bischofskonferenz von Kongo(CENCO) und der Vereinigung der Bischofskonferenzen von Zentralafrika (ACEAC), Kinshasa, Demokratische Republik Kongo.

Andere, wie Marguerite Barankitse, die Gründerin der „Maison Shalom" aus Ruyigi in Burundi und Rose Busingye, Gründerin und Präsidentin des Meeting Point International in Kampala, Uganda haben durch selbstständige Gründungen von Werken ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung ihres Kontinentes geleistet.

Die Katholikin Marie-Madeleine Kalala Ngoy Mongi wurde für ihren Einsatz zur Ehren-Ministerin für Menschenrechte der demokratischen Republik Kongo ernannt. Elisabeth Twissa aus Tansania wurde als Afrikanerin zur Vizepräsidentin der Weltorganisation der katholischen Frauenorganisationen (UMOFC) gewählt.

Sr. Jacqueline Manyi Atabong, Assistentin der Generaloberin der Schwestern der heiligen Theresa vom Kinde Jesu in der Diözese Buea wirkt als innerhalb der Internationalen Katholischen Kommission für Prison Pastoral Care (ICCPPC). Sie lebt in Douala, Kamerun und ist Koordinatorin der Gefängnisseelsorge für Afrika.

„Ordenfrauen sind DAS dynamische Element in der Kirche Afrikas!“, bestätigt Irmgard Icking, Leiterin der Auslandsabteilung von missio Aachen. „Im Vergleich zu Frauen aus armen Familien erhalten sie vielfach eine vergleichsweise gute Ausbildung. In ihren Orden eröffnet sich für sie ein weiter Horizont, über den lokalen Blickwinkel hinaus. Die Lernprozesse, die sie in internationalen Gemeinschaften erfahren, geben ihnen solides Rüstzeug für ihren Kampf gegen die Verletzung von Menschenrechten, besonders von Frauenrechten. Sie prangern die Leiden von Frauen an“.

„Ein Beispiel, das dies hervorragend verdeutlicht, ist der Kampf von Ordensfrauen gegen Genitalverstümmelung. Während viele von afrikanischer Kultur und Tradition sprechen, sagen die Ordensfrauen ganz deutlich: Das ist ein Gewaltverbrechen!“, so Irmgard Icking, die auch als Vorstandsmitglied von missio tätig ist. „Sie klagen aber nicht nur an, sie sind Seelsorgerinnen, Trösterinnen, Mutmacherinnen. Sie gehen in die Gefängnisse, kämpfen für die Rechte der unschuldig inhaftierten und lassen die Schuldig verurteilten mit ihrer Schuld nicht alleine. Ich war immer besonders beeindruckt von der Spiritualität, die ich mit ihnen erlebte: Eine weibliche Spiritualität, die eine solche Kraft ausstrahlt, weil sie aus dem Leiden und der Freude des Frau-Seins gleichermaßen geschöpft ist.In der Mehrzahl der Länder Afrikas, besonders in den ländlichen Regionen aber auch in den Armutsvierteln der Großstädte, sind es vor allem die Frauen, die die Überlebenssicherung bewerkstelligen müssen.“

Mit ihren umfassenden Projekten zur Entwicklung und Wirtschaft in Gemeinschaft ist die Fokolar-Bewegung neben vielen anderen neuen Geistlichen Bewegungen in Afrika präsent. Genevieve Amalia Mathilde Sanze ist die Leiterin des Werkes Mariens - Fokolar-Bewegung in Abidjan, Elfenbeinküste.

Weitere Teilnehmerinnen im Hörerstatus

-- Inmaculada Myriam Garcia Abrisqueta, Präsidentin des Hilfswerks „Manos Unidas", Spanien.

-- Elena Giacchi, Gynäkologin am Zentrum für das Studium und die Erforschung der natürlichen Methode zur Regulierung der Fruchtbarkeit an der Katholischen Universität Sacro Cuore, Rom, und Präsidentin von WOOMB-Italia (nationale Koordination der Billings-Methode - Italien).

-- Sr. Bernadette Guissou SICO, Generaloberin der Schwestern der Unbefleckten Empfängnis, Ouagadougou, Burkina Faso.

-- Sr. Felicia Harry NSA (OLA), Generaloberin der Barmherzigen Schwestern Unserer Lieben Frau von den Aposteln, Ghana.

-- Sr. Mary Anne Felicitas Katiti LMSI, Provinzialoberin der Kongregation der Kleinen Dienerinnen der Unbefleckten Jungfrau Maria, Sambia.

-- Sr. Bernadette Masekamela CS, Generaloberin der Schwestern vom Kalvarienberg, Botsuana.

-- Sr. Cecilia Mkhonto SSB, Generaloberin der Schwestern der Heiligen Birgitta, Südafrika.

-- Sr. Pauline Odia Bukasa FMS, Generaloberin der Schwestern Maria Ba-, Buta Uele, Demokratische Republik Kongo.

-- Barbara Pandolfi, Präsident des Säkularinstituts der Missionsschwestern von der Herrschaft Christi, Italien.

-- Sr. Bedour Antoun Irini Shenouda NDA, Provinzialoberin der „Missionaire de Notre Dame des Apôtres", Kairo, Ägypten.

---- Sr. Maria Ifechukwu Udorah DDL, Generaloberin der Töchter der göttlichen Liebe, Enugu, Nigeria.

-- Sr. Geneviève Uwamariya von Institut „Santa Maria von Namur“, Ruanda.