Papst Benedikt XVI. solidarisiert sich mit dem Erzbischof von Caracas (Venezuela)

Nach gewalttätigem Übergriff durch Sympathisanten von Präsident Chávez

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ROM, 14. Dezember 2007 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. hat Kardinal Jorge Urosa Savino seine volle Solidarität bekundet, nachdem der Erzbischof von Caracas auf der zentral gelegenen Plaza Bolivar von mehreren Anhängern des venezolanischen Staatspräsidenten Hugo Chávez verbal und physisch angegriffen worden ist.



Der Papst schreibt in seiner Botschaft an den Oberhirten: „Nachdem ich mit Sorge die Nachricht erhalten habe, dass Seine Eminenz am vergangenen 7. [Dezember] einen Anschlag durch eine gewalttätige Gruppe erlitten hat, möchte ich Ihnen meine aufrichtigen Nähe und Solidarität in diesem unglückseligen Vorfall bekunden, und gleichzeitig versichere ich Ihnen mein besonderes Gedenken im Gebet. Möge es Sie in der treuen Erfüllung Ihrer pastoralen Mission ermutigen und tragen.“

Als „Zeichen der Wertschätzung und des Trostes“ übersandte der Heilige Vater dem Kardinal, seinen Mitbrüdern im Bischofsamt und allen Gläubigen Venezuelas, „dieser geliebten Nation“,  seinen Apostolischen Segen.

Kardinal Urosa veröffentlichte den genauen Tathergang in einer eigenen Erklärung. Demgemäß wurde er am vergangenen Freitag, als er seinen Wohnsitz mit seinem Auto in Begleitung seines Fahrers verließ, „verbal und physisch heftig attackiert“. Und er fügte hinzu: „Auch wenn ich dabei nicht persönlich verletzt wurde, schlug man auf mein Auto ein.“

Es seien 15 Personen gewesen, die der „gewalttätigen Gruppe ‚esquina caliente‘ [Heiße Ecke]“ angehören, sagte er unter Bezugnahme auf eine Gruppe von Personen, die als Sympathisanten von Hugo Chávez gelten und an der „Plaza Bolivar“ gerne Passanten anrempeln, die als Chávez-Gegner bekannt.

„Es kam kein Schutz durch die Polizei von Caracas, die vor der Stadtverwaltung postiert war“, beklagte der Kardinal.  „Ich habe dem Innenminister Pedro Carreño zweimal eine Nachricht auf Band gesprochen, aber er hat nicht auf meine Anrufe reagiert. Gott sei Dank blieb ich dieses Mal unverletzt.“