Papst Benedikt XVI.: Sondersynode der afrikanischen Bischöfe soll Hoffnungsmotor werden

Interreligiöser Dialog, Versöhnung statt Tribalismus, Stärkung der Rolle der Frau

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ROM, 5. September 2008 (ZENIT.org).- Die nächste Sondersynode der afrikanischen Bischöfe möge ein Zeichen für angewandte Hoffnung werden, so wie sie in der Enzyklika Spes Salvi beschrieben wird. Das wünscht sich Papst Benedikt XVI.

Ein entsprechendes päpstliches Schreiben wurde dem Präsidenten der Tagung der afrikanischen Bischöfe übermittelt, die der Päpstliche Rat für Gerechtigkeit und Frieden in Tansanias Hauptstadt Daressalam organisiert hatte. Das Thema lautete: „Hin zu einer Neuevangelisierung der afrikanischen Gesellschaft in Übereinstimmung mit der Soziallehre der Kirche“.

Die Tagungsteilnehmer formulierten einen Katalog von 41 Empfehlungen für die angesetzte Versammlung. Darunter befinden sich die Förderung des interreligiösen Dialogs ebenso wie die Kooperation zur Überwindung des Tribalismus in Afrika. Wichtig ist den afrikanischen Bischöfen außerdem die Stärkung der Rolle der Frau.

Angesichts der Koexistenz des Christentums mit traditionellen Religionen betonten die Teilnehmer die Notwendigkeit eines „Dialogs und die Vertiefung des Glaubens“. Dazu müssten Debatten und Aktivitäten gefördert werden, um Versöhnung zu fördern. Wichtig sei die Schaffung eines Netzwerkes zwischen den Diözesen, um von den jeweiligen Erfahrungen wechselseitig profitieren zu können. Papst Benedikt baten die Hirten um die Formulierung eines richtungweisenden Dokuments als Frucht der Synode. Die zweite Sondersynode über Afrika wird vom 4. bis zum 25. Oktober 2009 im Vatikan stattfinden.

Wie ZENIT berichtete, stellte der Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden („Iustitia et pax"), Kardinal Renato Raffaele Martino, in Daressalam das Kompendium der Soziallehre der Kirche vor.

In der Botschaft, die Papst Benedikt XVI. dem Vorsitzenden des „Symposiums der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar“ („Symposium of Episcopal Conferences of Africa and Madagascar“, SECAM), Kardinal Polycarp Pengo, dem Erzbischof von Daressalam zukommen ließ, ermutigt er zur praktischen Anwendung der katholischen Soziallehre. Es bestehe Bedarf an „Orten, wo die Praxis der Hoffnung gelernt werden kann“, so der Papst.