Papst Benedikt XVI. trauert über Ermordung eines Missionars in Brasilien

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ROM, 24. September 2009 (ZENIT.org).- Anlässlich der Ermordung des italienischen Missionars P. Ruggero Ruvoletto in Brasilien hat Papst Benedikt XVI. in einem Schreiben an Erzbischof Luiz Vieura von Manaus seinen Schmerz und sein Beileid zum Ausdruck gebracht. In seiner Botschaft verurteilt der Heilige Vater den „niederträchtigen und brutalen Akt gegen einen friedfertigen Diener des Evangeliums“ aufs Schärfste und übermittelt seine spirituelle Nähe im Gebet.



P. Ruviketto wurde am Samstag in der Pfarrei zur heiligen Evelina in einem Randbezirk von Manaus im Nordosten Brasiliens ermordet. Wie die örtliche Polizei berichtete, steht die Tat mit einem Raubüberfall in Zusammenhang. Die Nachrichtenagentur SIR der italienischen Bischofskonferenz meldete allerdings, sie könnte auch Teil einer gezielten Serie von „Einschüchterungsversuchen gegen die Kirche in Manaus sein, weil diese seit längerer Zeit Kriminalität, Drogen- und Menschenhandel verurteilt“. Zahlreiche Dokumente und Interviews belegen, dass P. Ruvoletto Drogen und Prostitution öffentlich als soziale Plagen verurteilt hatte.

P. Ruggero Ruvoletto wurde am 23. März 1957 in Galta di Vigonovo, in der Nähe von Venedig, geboren. Das Sakrament der Priesterweihe empfing er 1982. Vor sechs Jahren reiste er als „Fidei-donum“-Missionar nach Brasilien.