Papst Benedikt XVI. verweist auf das Vorbild des seligen Pier Giorgio Frassati

Wertvolle Stütze beim Aufbau einer Zivilisation der Liebe

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ROM, 5. Juli 2007 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. gab am Mittwoch den jungen Menschen den Rat, sich den seligen Pier Giorgio Frassati (1901-1925) zum Vorbild nehmen, damit sie dank seiner Hilfe „in jeder Lebenssituation Zeugnis vom Evangelium ablegen“ können.



Am Gedenktag des beliebten Studenten und Sportlers aus Turin, der mit 24 Jahren gestorben und am 20. Mai 1990 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen worden, wandte sich der Heilige Vater am Ende der Generalaudienz auch an alle kranken Menschen. Zu ihnen sagte er: „Möge er euch, ihr lieben Kranken, helfen, eure täglichen Leiden aufzuopfern, damit in der Welt die Zivilisation der Liebe aufgebaut werden kann.“

Den frisch vermählten Eheleuten versicherte der Papst Benedikt, dass ihnen der selige Pier Giorgio dabei helfe, ihre Familien „auf eine tiefe Verbundenheit mit Gott zu gründen“.

Pier Giorgio Frassati wuchs in einem religionsfeindlichen Elternhaus auf. In der Schule, die von Jesuiten geleitet wurde, fand er zum Glauben. Die Lektüre der Heiligen Schrift, die Eucharistie und die Verehrung der Jungfrau Maria wurden die Grundpfeiler seines geistlichen Lebens. Kurz vor Abschluss seines Studiums erkrankte er an Kinderlähmung.

Die Krankheit hatte er sich bei seinen Besuchen in den Elendsvierteln Turins zugezogen, wo er sich um die Bedürftigen kümmerte. Pier Giorgio Frassati starb bald darauf im Alter von 24 Jahren.

Papst Johannes Paul II. würdigte das Vorbild des Seligen während einer Begegnung mit der Turiner Jugend am 13. April 1980. Damals erklärte er unter anderem: ,,Es genügt, wenn man selbst nur einen kurzen Blick auf das Leben des im Alter von vierundzwanzig Jahren verstorbenen Pier Giorgio Frassati wirft, um zu begreifen, welche Antwort er Jesus Christus zu geben wusste: Es war die Antwort eines modernen jungen Mannes, offen für Probleme der Kultur, des Sports (ein großartiger Alpinist!), für soziale Fragen sowie für die wahren Werte des Lebens, und gleichzeitig die Antwort eines zutiefst gläubigen, von der Botschaft des Evangeliums genährten Menschen von festem und stimmigem Charakter…

Das Christentum ist Freude: Pier Giorgio zeigte eine faszinierende Freude, eine Freude, die auch viele Schwierigkeiten in seinem Leben überwand, denn die Zeit der Jugend ist immer eine Zeit des Kräftemessens.“