Papst Benedikt XVI. wird der Kirche fünf Heilige schenken

Zwei Italienerinnen, zwei Italiener und ein Portugiese

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ROM, 22. April 2009 (ZENIT.org).- Eine große Zeremonie mit fünf Heiligsprechungen findet am Sonntag, dem 26. April, in Rom statt. Die Eucharistiefeier wird von EWTN online von 10.00 Uhr bis 12.30 Uhr direkt übertragen. Radio Vatikan liefert dazu einen deutschen Kommentar.

Papst Benedikt XVI. wird fünf Selige zu Ehren der Altäre erheben. Es geht um Arcangelo Tadini (gest. 1912), Bernardo Tolomei (gest. 1348), Nuno di Santa Maria Alvares Pereira (gest. 1431), Gertrude Comensoli (gest. 1903) und Caterina Volpicelli (gest. 1894).

Arcangelo Tadini (1846-1912), ein italienischer Priester, ist der Gründer der Suore Operaie della Santa Casa di Nazareth.

Bernhard Tolomei (1272-1348) war Gründer und Abt des italienischen Benediktinerklosters Santa Maria di Oliveto. Ursprünglich hieß er Johannes, nahm aber später aus Verehrung des heiligen Bernhards von Clairvaux den Namen Bernhard an. Er studierte Rechtswissenschaft und war in der Politik der Stadt Siena aktiv engagiert tätig. Im Jahr 1313 verließ er mit zwei Freunden Siena, das vom Streit der Parteien zerrissen war, und zog sich in die Einsamkeit von Accona (Diözese Arezzo) zurück. Ihm folgten andere Männer, die den Wunsch hatten, in einer kleinen Gruppe ein Leben aus dem Gebet und der Buße zu führen. Deshalb ging Bernhard zum Bischof von Arezzo, um sich von ihm eine Ordensregel geben zu lassen. Dieser willigte ein und gab ihm 1319 die Regel des heiligen Bendikt. Auch erlaubte er ihm, das Kloster Santa Maria di Monte Oliveto zu gründen. Dieses Kloster wurde zum Ausgangspunkt des Olivetanerordens, des Ordens der „Weißen Benediktiner“.

Nuno di Santa Maria Alvares Pereira (1360-1431), Karmeliten-Bruder, stammte aus dem Hochadel und war Oberbefehlshaber der portugiesischen Armee. Nach dem Tod seiner Frau trat er 1423 in das von ihm gestiftete Kloster des Karmel in Lissabon ein. Dort verrichtete er die einfachsten Arbeiten und führte ein Leben der Buße und des Gebetes, das von tiefer Marienverehrung geprägt war.

Gertrude Caterina Comensoli (1847-1903) gründete als Schwester Gertrud vom heiligen Sakrament zusammen mit dem Priester Spinelli die Sakramentinerinnen von Bergamo zur immerwährenden Anbetung und Erziehung verlassener Mädchen. Die Kongregation zählt heute 1.400 Schwestern und unterhält 115 Häuser in Italien, Amerika und in Missionsgebieten.

Catherina Volpicelli (1839-94) ist Gründerin der Dienerinnen des Heiligsten Herzens Jesu. Sie trat 1858 in das Institut der Adoratrici del Santissimo Sacramento ein, dass sie jedoch aufgrund einer schweren Erkrankung bald wieder verlassen musste. Caterina widmete sich daher verstärkt dem Gebetsapostolat. Sie sammelte einige gleichgesinnte junge Frauen um sich und gründete mit ihnen am 1. Juli 1874 ihr Institut. Die Kongregation folgt der Regel des Dritten Ordens des heiligen Franziskus und erhielt am 13. Juni 1890 die päpstliche Anerkennung. Caterina Volpicelli starb am 28. Dezember 1894 in Neapel. Sie wurde am 29. April 2001 selig gesprochen.