Papst Benedikt XVI. wird im September Paris und Lourdes besuchen

Pastoralreise vom 12. bis zum 15. September

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PARIS/ROM, 28. April 2008 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. wird vom 12. bis zum 15. September Paris und den Marienwallfahrtsort Lourdes besuchen. Das kündigten die französischen Bischöfe nach einer heute veröffentlichten Presseerklärung an. Anlass für den Besuch ist das 150-Jahr-Jubiläum der Erscheinungen der Jungfrau Maria und die EU-Ratspräsidentschaft Frankreichs. Die französische Präsidentschaftskanzlei kündigte an, dass Staatspräsident Präsident Nicolás Sarkozy den Papst empfangen werde.



„Die Bischöfe von Frankreich bringen dem Heiligen Vater ihren Dank zum Ausdruck. Sie laden die Gläubigen dazu ein, sich im großen Stil in Bewegung zu setzen, um den Papst zu empfangen und Gott für die Botschaft von Lourdes zu danken“, heißt es in dem Kommuniqué. Die Verantwortlichen des Marienheiligtums luden ihrerseits „die Bischöfe, Priester und Gläubigen aller Ländern und insbesondere der europäischen Nationen dazu ein, sich zahlreich aufzumachen, um in Lourdes gemeinsam mit dem Heiligen Vater zu beten“.

Benedikt XVI. wird am 12. September in Paris eintreffen. Nach dem Staatsempfang wird er im Collège des Bernardins eine Rede an die Welt der Kultur richten und anschließend die Kathedrale Notre-Dame besuchen, von wo aus er den Jugendlichen eine Botschaft zukommen lassen wird. Am 12. September wird er die heilige Messe feiern und nach Lourdes pilgern, wo er am Samstag an der Marienprozession teilnehmen, am Sonntag den Gottesdienst feiern und am Montagmorgen, vor seiner Rückkehr, eine Feier für die Kranken leiten will.

„Die 150 Jahre seit den Erscheinungen von Lourdes laden uns dazu ein, den Blick auf die Heilige Jungfrau zu richten, deren unbefleckte Empfängnis das erhabene und unbegründete Geschenk Gottes an eine Frau darstellt, auf dass sie dem göttlichen Plan trotz der Prüfungen und der Leiden, denen sie begegnen musste, mit festem und unerschütterlichem Glauben voll zustimmen könne“, schreibt der Heilige Vater in seiner Botschaft zum diesjährigen Welttag der Kranken, der jeweils am Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes begangen wird (11. Februar).

Maria sei für alle Menschen ein „Vorbild dafür, sich vollkommen dem Willen Gottes zu überlassen: Sie hat das Ewige Wort im Herzen aufgenommen und es in ihrem jungfräulichen Schoß empfangen; sie hat Gott vertraut und – mit vom Schwert des Schmerzes durchdrungener Seele (vgl. Lk 2, 35) – nicht gezögert, das Leiden ihres Sohnes zu teilen und auf Golgatha, zu Füßen des Kreuzes, das Ja der Verkündigung zu erneuern. Über die Unbefleckte Empfängnis Marias nachzudenken, bedeutet also, sich von diesem Ja anziehen zu lassen, das sie auf wunderbare Weise mit dem Auftrag Christi, des Erlösers der Menschheit, verbunden hat; es bedeutet, sich von ihr an der Hand nehmen und führen zu lassen, um dem Willen Gottes das eigene „fiat“ anzubieten, mit dem gesamten, von Freude und von Trauer, von Hoffnungen und Enttäuschungen durchdrungenen Dasein, in dem Bewusstsein, dass die Prüfungen, der Schmerz und die Leiden unsere Pilgerschaft auf Erden sinnvoll machen.“