Papst Benedikt XVI. würdigt das „stille und heldenhafte Zeugnis“ unzähliger Christen

Nebem dem „Martyrium des Blutes“ gibt es ein ebenso wichtiges „unblutiges Martyrium“

| 899 klicks

ROM, 29. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. hat das „stille und heldenhafte Zeugnis“ all jener Christen gewürdigt, die – wie die neue Selige Celina Chludzinska Borzecka (1833-1913) – „das Evangelium kompromisslos leben, indem sie ihre Pflicht tun und sich hochherzig dem Dienst an den Armen widmen“. Die vierfache Mutter und Ordensgründerin aus Polen wurde am Samstag in der Lateranbasilika zur Ehre der Altäre erhoben.



Gestern, Sonntag, wies Papst Benedikt im Anschluss an die Seligsprechung von 498 spanischen Märtyrern aus den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts vor unzähligen Gläubigen (einschließlich der 40.000 Pilger, die aus Spanien angereist waren) nachdrücklich darauf hin, dass das Blutszeugnis nicht nur etwas für wenige Menschen sei, sondern „eine reale Möglichkeit für das ganze christliche Volk“. Das leuchtende Vorbild der neuen Seligen mache deutlich, „dass die Taufe die Christen in die Pflicht nimmt, sich mutig an der Verbreitung des Reiches Gottes zu beteiligen und – sollte es notwendig sein – mit dem Opfer des eigenen Lebens daran mitzuwirken.“

Neben dem Blutszeugnis gibt es nach Worten des Heiligen Vaters aber auch ein unblutiges „Martyrium“, das nicht weniger wichtig ist und mit „Martyrium im alltäglichen Leben“ umschrieben werden kann. Benedikt XVI. meinte das Zeugnis eines christlichen Lebens, das diesen Namen verdient und „gerade in den säkularisierten Gesellschaften unserer Zeit überaus wichtig“ sei.

Ehe der Papst mit den Pilgern den Angelus betete, erklärte er: „Es ist das friedliche Gefecht der Liebe, das jeder Christ unermüdlich austragen muss wie Paulus; das Rennen, um das Evangelium zu verbreiten, das uns bis zum Tod beansprucht. Die Jungfrau Maria, Königin der Märtyrer und Stern der Evangelisierung, helfe uns und stehe uns in unserem täglichen Zeugnis bei.“