Papst: Benin ist ein religiöses und politisches Vorbild für Afrika

Sorge über aggressive Sektenausbreitung

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ROM, 18. November 2011 (ZENIT.org). – Kurz vor seinem Abflug um 9.15 Uhr ins westafrikanische Benin hat Papst Benedikt XVI. den neuen gestern vereidigten italienischen Regierungschef Mario Monti getroffen, der ihn am Flughafen Fiumcino zu seinem Flugzeug, einem Airbus A 330 der Fluggesellschaft "Alitalia", begleitet hatte.

Vor den Journalisten im Flugzeug bezeichnete dann der Papst den afrikanischen Kontinent als einen Kontinent der Hoffnung, ungeachtet aller Schwierigkeiten. Er verbreite Frische, Optimismus und religiöse Freude. Das Land Benin habe er ausgewählt, weil es über stabile und funktionierende demokratische Strukturen verfüge und Religionsfreiheit gewährleiste. Benedikt XVI. lobte auch das friedliche Zusammenleben der Religionen und den interreligiösen Dialog in Benin.

Allerdings genügten zum Wohl des Landes nicht nur „große Worte und gute Absichten“. Egoismus und Machtstreben verhinderten nach wie vor positive Früchte vieler Konferenzen und Initiativen.

Der Papst zeigte sich allerdigs besorgt über das teilweise aggressive Auftreten von Sekten und Pfingstkirchen. Die neuen Gruppierungen träten zumeist mit einer simplen und konkreten Botschaft auf und gewännen ihre Mitglieder durch gefühlsbetonte liturgische Feiern. Die katholische Kirche müsse diesem Phänomen mit einer entsprechenden Verkündigung entschiedener entgegentreten.

Mit seinem Besuch wolle er auch die Heimat seines verstorbenen engen Freundes Kardinal Bernardin Gantin (1922-2008), „eines vorbildlichen Kirchenmanns und großen afrikanischen Bischofs", ehren.[jb]