Papst bestärkt Bischöfe, "Werkzeug der Barmherzigkeit und der Gemeinschaft zu sein"

Treffen der bischöflichen Freunde der Fokolar-Bewegung

| 384 klicks

ROM, 1. März 2005 (ZENIT.org).- In einer Botschaft hat Papst Johannes Paul II. neunzig Bischöfe, die Freunde der von Chiara Lubich gegründeten (Fokolar-Bewegung sind, darin bestärkt, "Werkzeug der Barmherzigkeit und der Gemeinschaft zu sein".



Der an den Prager Erzbischof Kardinal Miloslav Vlk adressierte Brief des Papstes richtet sich an jene Bischöfe, die vom 19. bis 25. Februar zum Thema "Die Gegenwart des Auferstandenen in seinem Volk: Lebenswichtige Grundsätze der Kirche im dritten Jahrtausend" im internationalen Zentrum Mariapolis in Castel Gandolfo zusammengekommen sind. Nach einem speziellen Gruß an Chiara Lubich, in dem der Heilige Vater das Zeugnis, das ihre Bewegung "in so vielen Teilen der Welt für das Evangelium gibt", ausdrücklich lobt, richtet sich das Ende Februar vom Heiligen Stuhl veröffentlichte Schreiben an die aus 47 Ländern stammenden Bischöfe.

Im Jahre der Eucharistie sei die Zusammenkunft in Castel Gandolfo "zweifellos für alle eine Quelle der Erneuerung des apostolischen Eifers und der missionarischen Unerschrockenheit, um die zahlreichen sozialen und religiösen Herausforderungen unserer Zeit besser in Angriff nehmen zu können", schreibt Johannes Paul II. den Bischöfen. Sie alle lädt er dazu ein, "Jesus im Geheimnis der Eucharistie mit einer immer größeren Begeisterung" zu betrachten. Dadurch werde ihnen die Kraft zuteil, seinem Beispiel folgen zu können und in jeder Situation "Werkzeug der Barmherzigkeit und der Gemeinschaft zu sein.

Das Geheimnis für die Wirksamkeit in der Seelsorge ist der gekreuzigte und auferstandene Herr, den wir im Sakrament der Eucharistie anbeten", schreibt der Papst weiter. "Damit wir in jeder Umgebung beredte Zeichen seiner Liebe und Architekten seines Friedens sind, ist es, wie Sie alle sehr gut wissen, notwendig, dass jeder einzelne eine intime und andauernde Beziehung zu ihm pflegt."

Nachdem die in Castel Gandolfo versammelten Bischöfe von der Operation des Papstes gehört hatten, richteten sie ihm brieflich ihre herzlichsten Grüße aus, "zusammen mit dem aufrichtigem Wunsch, dass er sich schnell erholen möge".

Die Grußworte von Chiara Lubich an die Bischöfe zu Beginn des Treffens verlas Natalia Dallapiccola, eine ihrer ersten Gefährtinnen in der Entstehungszeit der Fokolar-Bewegung. Darin heißt es unter anderem: "Der auferstandene Jesus ist nicht bloß statisch anwesend", sondern er handle stets als "Einheit schaffendes Prinzip, das deshalb auch durch und durch aktiv ist". Dieses Prinzip könne man mit einem einzigen Wort benennen: Liebe.