Papst besucht betagten argentinischen Kardinal im Krankenhaus

Kardinal Mejia Had hatte am vergangenen Mittwoch einen Infarkt erlitten

Rom, (ZENIT.org) | 886 klicks

Am Nachmittag des 15. März 2013 stattete Papst Franziskus Kardinal Jorge Mejia von Argentinien einen Überraschungsbesuch in der römischen Klinik Pius XI. ab.

Der Papst teilte den Kardinälen bei dem gemeinsamen Zusammentreffen am Vormittag mit, dass der 90-jährige Kardinal Mejia am Tag zuvor einen Herzinfarkt erlitten habe. Er sei im Krankenhaus Pius XI. aufgenommen worden, sein Gesundheitszustand sei jedoch stabil und er habe ihnen Grüße übermittelt.

Wie der Papst wurde Kardinal Mejia in Buenos Aires geboren. Er hatte verschiedene Positionen in der Römischen Kurie inne und war unter anderem Mitte der 1990er Jahre Sekretär der Bischofskongregation. Ebenso ist er emeritierter Archivar und Bibliothekar der Heiligen Römischen Kirche.

Laut Radio Vatikan habe der Papst das Krankenhauspersonal ersucht, für ihn zu beten, und dankte ihnen für ihren Dienst an den Kranken und Leidenden.

Ein Vatikanjournalist führte ein Interview mit Schwester Clotilde vom Orden des hl. Joseph von Gerona in Spanien. Sie hatte den Papst während seiner Krankenhausvisite begleitet. Laut Angaben der Schwester sei der Papst bei den Kranken verweilt, um ihnen seinen Segen zu spenden. Außerdem habe er mit der Schwestergemeinschaft gemeinsam gebetet. Nachdem die Nachricht von der Anwesenheit des Papstes das Krankenhauspersonal ereilt hatte, begrüßten sie ihn und erhielten seinen Segen.

Schwester Clotilde beschrieb das Treffen als schlicht, aber sehr bewegend. Der Papst habe auch die Patienten auf der Intensivstation gesegnet und mit ihnen gesprochen. Die Schwester beschrieb den Papst als einen sehr einfachen Menschen, der ein Gefühl von Nähe vermittle, sodass man ihn umarmen möchte.