Papst betont Gemeinsamkeiten mit der Orthodoxie

Hoffnung auf gemeinsame Eucharistiefeier in naher Zukunft

| 1565 klicks

FREIBURG, 24. September 2011 (ZENIT.org). – Bei seiner Ansprache vor Vertretern der orthodoxen Kirche in Deutschland und dem Präsidenten der orthodoxen Bischofskonferenz Deutschlands, des Metropoliten Augoustinos, hat Papst Benedikt in Freiburg bei seinem Deutschlandbesuch die bereits bestehenden Gemeinsamkeiten gewürdigt.

Geschichtlich hätten Katholiken und Orthodoxe beide die gleiche altkirchliche Struktur. Die 1,6 Millionen orthodoxen und orientalischen Christen seien „ein fester Bestandteil der Gesellschaft geworden, der den Schatz der christlichen Kulturen und des christlichen Glaubens Europas belebt.“

Gerade die orthodoxen Christen stellten in der heutigen Zeit, wo das öffentliche Leben von „Gott befreit werden“ solle, das Wunder der Menschwerdung des lebendigen Gottes ins Zentrum der Verkündung. Gemeinsam mit der katholischen Kirche sei auch das Bewusstsein, dass auf Gott  jede Würde des Menschen beruhe und beide träten  für den Schutz des menschlichen Lebens von seiner Empfängnis bis zu seinem natürlichen Tod ein. Auf dieser Basis stellten sich gläubige Christen vehement jedem manipulativen und selektiven Eingriff am menschlichen Leben entgegen.

Christen müssten die Integrität und die Einzigartigkeit der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau vor jeglicher Missdeutung schützen. „Hier leistet das gemeinsame Engagement der Christen, darunter vieler Orthodoxer und Orientalen, einen wertvollen Beitrag“, so der Papst.

Im Ringen um die theologischen Unterschiede sei die wichtigste Herausforderung, eine rechte Antwort auf die Ausübung des Primats zu finden.

Am Schluss empfahl der Papst alle der Fürsprache Mariens, der Hodegetria (der„Wegführerin"), die auch im Westen unter dem Titel „Unserer Lieben Frau vom Weg" verehrt werde.[jb]