Papst: Dogma von der Unbefleckten Empfängnis Marias aktuell

Vollkommene Gemeinschaft von Gott und Mensch

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Vatikanstadt, 10. Dezember 2012 (ZENIT.org). – Am 8. Dezember, dem Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, hat Papst Benedikt XVI. beim Angelusgebet nochmals die Aktualität dieses Mariendogmas hervorgehoben. In dieser kirchlichen Lehre komme die Gewissheit des Glaubens zum Ausdruck, dass die Verheißungen Gottes sich erfüllt hätten und sein Bund mit den Menschen endgültig sei:

„Zum aktuellen ‚Jahr des Glaubens' möchte ich betonen, dass Maria aufgrund der Gnade Gottes ohne Erbsünde empfangen wurde - aber auch, weil Gott in ihr und ihrem Glauben absolute Bereitschaft und Unterstützung gefunden hat", so der Papst in seiner italienischen Ansprache.

Das strahlende Licht der Jungfrau Maria lehre auch, den wahren Sinn der Erbsünde zu begreifen:

„Durch die Sünde wird der Mensch von dieser Einheit mit Gott getrennt. Maria aber ist frei von jeder Sünde, sie ist erfüllt von Gottes Gnade und seiner Liebe", so Benedikt XVI.

Maria sei bereit gewesen, ihren Teil zur Menschwerdung Gottes beizutragen. Sie sei Vorbild und Fürsprecherin, „damit wir den Willen Gottes in unserem Leben erkennen und danach handeln".

Am Nachmittag hat sich der Papst dann in die römische Innenstadt begeben, wo er vor der Mariensäule auf dem Spanischen Platz traditionsgemäß ein Blumengebinde niederlegt, ein Brauch, der seit 1953 existiert. Die Mariensäule erinnert an das Immakulata-Dogma von 1854, verkündet von Papst Pius IX. (1846-1878).

Es besagt die Glaubenswahrheit, dass Maria von dem Moment an, als sie im Schoß ihrer Mutter Anna empfangen wurde, frei von der Erbsünde war. [jb]