Papst drückt seine Solidarität mit der Kirche von Rio de Janeiro aus

Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Drogenbanden in den Armenvierteln Rios

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ROM, 30. November 2010 (ZENIT.org)- Papst Benedikt XVI drückte angesichts der gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Ordnungshütern und Drogenbanden in den Armenvierteln während der vergangenen Tage seine Verbundenheit mit der Kirche und den Menschen von Rio de Janeiro aus.

Wie die Erzdiözese von Rio informierte, habe Erzbischof Orani João Tempesta am Montag ein Fax des Apostolischen Nuntius, Erzbischof Lourenzo Baldisseri, erhalten. Darin sei die Solidarität des Papstes übermittelt worden.

Der Papst erklärte, dass er „mit Betrübnis die schweren Auseinandersetzungen und Gewalttaten dieser Tage in Rio de Janeiro verfolgt, vor allem im Elendsviertel Vila Cruzeiro".

Papst sicherte sein Gebet für die Toten sowie für deren Familien zu und „fordert die Verantwortlichen auf, die Unruhen zu stoppen, und ermutigt sie ebenso, die Achtung vor dem Gesetz und dem Gemeinwohl wiederherzustellen".

Der Erzbischof von Rio de Janeiro erklärte gestern gegenüber Radio Vatikan, dass man die Worte des Beistandes vonseiten des Papstes mit Dankbarkeit entgegengenommen hätte.

Laut Erzbischof Tempesta sei die Situation nun etwas ruhiger, nachdem die Sicherheitskräfte zwei problematische Viertel, Vila Cruzeiro und Complexo do Alemão, besetzt hätten, die zuvor vom Drogenhandel beherrscht worden seien.

Der Erzbischof sagte, dass die Kirche den Menschen, die unter der Gewalt in diesen armen Vierteln litten, beistehe. „Es gibt Priester und Gemeinden der Kirche, die sich beständig für die Evangelisierung einsetzten. Die Kirche ist sehr zugegen und den Menschen nahe", so Tempesta.

Bei dem am vergangenen Montag begonnenen Einsatz der brasilianischen Sicherheitskräfte gegen die Drogenbanden kamen nach offiziellen Angaben bisher mindestens 40 Menschen ums Leben, und 181 Fahrzeuge wurden in Brand gesteckt.