Papst: Durch die Verklärung offenbart Jesus das Licht, das die Unerträglichkeit des Skandals des Kreuzes erhellt

Glanz der Wahrheit und der Liebe schützt vor den Angriffen der Finsternis

| 874 klicks

VATIKANSTADT, 4. März 2012 (ZENIT.org). – „Gott ist Licht, und Jesus möchte seinen engsten Freunden eine Erfahrung dieses Lichtes schenken, das in ihm wohnt. So wird er nach diesem Ereignis in ihnen das innere Licht sein, das fähig ist, sie vor den Angriffen der Finsternis zu beschützen.“ So erklärte Papst Benedikt XVI. vor dem sonntäglichen Angelusgebet das heutige Evangelium von der Verklärung auf dem Berg Tabor. Die heutige Liturgie schlage vor, mit Jesus auf den Berg des Gebetes zu steigen, „um auf seinem menschlichen Antlitz das glorreiche Licht Gottes zu betrachten.“

„Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören!“, diese Stimme des Vaters gebiete, ihm zu gehorchen.

Jesus habe hier ganz offen zu den Jüngern gesprochen, „die diesen Ausblick jedoch nicht verstanden, sondern sogar ablehnten, weil sie nicht wie Gott dachten, sondern wie die Menschen“. Deshalb nehme Jesus drei von ihnen auf den Berg und offenbare ihnen seine göttliche Herrlichkeit, den Glanz der Wahrheit und der Liebe. Er habe wohl gewusst, dass die Erfüllung seiner Sendung, die Auferstehung, durch das Leiden und den Kreuzestod hindurchgehen müsse.

Alle Menschen brauchten ein inneres Licht, um die Prüfungen des Lebens zu überwinden. Dieses Licht komme von Gott und Jesus schenke es uns.

Den deutschsprachigen Pilgern erklärte der Papst, die Fastenzeit biete eine besondere Gelegenheit, die Freundschaft mit Jesus zu vertiefen. Er spreche mit uns, wenn wir mit ihm sprächen; er segne uns, wenn wir danach trachteten, seinen Willen zu tun.

Der Papst forderte seine Zuhörer auch dazu auf, Abraham mit seinem Glauben und seinem Vertrauen in die Verheißungen zum Vorbild zu nehmen. „Nehmen wir uns diesen großen betenden und glaubenden Menschen zum Vorbild, dass auch wir in den vielfältigen Erfahrungen unseres Lebens  immer die gütige Hand des himmlischen Vaters suchen und dass wir sie auch erkennen können“, so der Papst.[jb]