Papst empfängt König von Tonga in Audienz

Siaosi Tupou V bei Benedikt XVI.

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VATIKANSTADT, 24. Februar 2012 (ZENIT.org). – Heute Vormittag empfing Papst Benedikt XVI. seine Majestät Siaosi Tupou V, König von Tonga, in Audienz. Dem folgte ein Treffen mit Erzbischof Dominique Mamberti, dem Sekretär für die Beziehungen zwischen den Staaten. Dies gab das Pressebüro des Heiligen Stuhls bekannt.

In dem herzlichen Gespräch wurden verschiedenen Aspekte des sozialen und ökonomischen Lebens des Landes angesprochen, ebenso der positive Beitrag der katholischen Kirche in den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft und deren Tätigkeit bei der menschlichen Förderung.

Es folgte ein Austausch über die aktuelle internationale Situation mit besonderem Bezug auf den südpazifischen Inselstaat.

Der 62jährige König absolvierte ein Jurastudium in Oxford und wurde danach an einer Militärakademie in Großbritannien ausgebildet. Als Kronprinz war er in der Politik des Landes tätig, bevor er nach dem Tod seines Vaters im Jahr 2006 zum König proklamiert wurde. Seine Krönung fand im Jahr 2008 statt.

Er kündigte damals die Beschränkung seines Amtes auf repräsentative Aufgaben und die Wahl eines demokratisch gewählten Kabinetts an, was im Jahr 2010 erfolgte.

Tongo ist ein Inselstaat im Südpazifik und gehört zu Polynesien. Der Archipel umfasst 169 Inseln, von denen 36 bewohnt sind. Tonga ist der einzige Staat in Ozeanien, der nie kolonisiert war. Tonga hat ungefähr 101.000 Einwohner, zu 98 Prozent Polynesier. Es gibt lediglich 1,5 Prozent Analphabeten.

Tonga hat ein gut ausgestattetes Erziehungssystem, das freien Zugang zu Bildung ermöglicht. Für alle Kinder bis zum zwölften Lebensjahr besteht Schulpflicht, die Gebühren für weiterführende Schulen sind gering und es gibt Stipendien für eine weitere Ausbildung im Ausland. Verbreitet sind auch Universitätsabschlüsse. [jb]