Papst ermutigt zum 32. Taizé-Jugendtreffen zur engagierten Mission

Rund 30.000 junge Menschen sind dazu zur Jahreswende nach Poznan gereist

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POZNAN/ROM ROM, 31. Dezember 2009 (ZENIT.org).-Seit Dienstag findet in Poznan (Posen) das 32. Taizé-Jugendtreffen statt. Rund 30.000 junge Menschen sind dazu zur Jahreswende nach Westpolen angereist. In seiner Grußbotschaft ermutigte Papst Benedikt XVI. die Teilnehmer zur engagierten Glaubensvermittlung. Der Papst appellierte an die Jugendlichen, auch auf jene Menschen zuzugehen, die "den Sinn für Gott verloren haben, die ihn wie tastend suchen, manchmal ohne es zu wissen. Sie brauchen es, wahren Zeugen zu begegnen, damit für sie das Antlitz Christi leuchtet", so der Papst.

Angeregt durch den 2005 verstorbenen Taizé-Gründer Frère Roger veranstaltet die ökumenische Gemeinschaft seit 1978 jedes Jahr zum Jahreswechsel ein Jugendtreffen in einer europäischen Großstadt. Zweimal - 1992/93 und 1997/98 - war Wien Gastgeber des Treffens.

Zum Auftakt des Treffens, das bis 2. Januar dauert schickte auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und der polnische Präsident Lech Kaczynski Grußworte an die Teilnehmer. "Durch gemeinsames Handeln können wir die Welt zum Besseren ändern", schrieb eKi Moon.

Frère Alois mahnte die Teilnehmer zum Einsatz für eine gerechtere Welt. "Gesellschaftsstrukturen oder Denkmodelle von gestern erweisen sich als inadäquat und ungenügend, damit die einzelnen Menschen und die Völker in Frieden zusammenleben können." Die nötigen Änderungen bedürften einer "Veränderung im Herzen des Menschen".

Als Beispiel verwies der Taizé-Prior auf China. Dort sei trotz wirtschaftlicher Verbesserungen das Bedürfnis nach Spiritualität und die Suche nach Sinnfragen groß. Die Menschen in der westliche Welt stünden vor ähnlichen Fragen.

Polen ist bereits zum vierten Mal Austragungsort: Im "Wende-Jahr" 1989 und 1994 kamen Zehntausende Jugendliche nach Breslau, 1999 war Warschau an der Reihe. Mit fast 19.000 angemeldeten Jugendlichen stellt Polen diesmal auch die mit Abstand größte nationale Teilnehmergruppe. Danach folgen die Ukraine mit 1.500, Frankreich mit 1.400 und Deutschland mit 1.200 Teilnehmern. Auch aus den USA, Argentinien, Turkmenistan und Hongkong haben sich Besucher angemeldet.