Papst ermutigt zum "Zeugnis der Gemeinschaft"

Audienz für der Fokolarbewegung nahestehende Bischöfe

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VATIKAN, 14. Februar 2003 (ZENIT.org).- Vor fast 100 den Fokolaren nahestehenden Bischöfen legte der Papst am Donnerstag die Bedeutung der Gemeinschaftsspiritualität dar und erklärte, dass diese den Alltag der Christen immer einschneidender prägen sollte.



Aus 45 Ländern waren sie gekommen, angeführt von Erzbischof Miloslav Kardinal Vlk von Prag, um sich in Castelgandolfo bei Rom zu einem dreitägigen Kongress über das Thema "Gemeinschaftsspiritualität: kirchliche Einheit und universale Brüderlichkeit" zu versammeln.

Das Treffen ist eine Antwort auf das Apostolische Schreiben "Novo millennio ineunte" von Papst Johannes Paul II., worin er sich dafür ausspricht, eine "Gemeinschaftsspiritualität zu fördern" und "aus der Kirche ein Haus und eine Schule der Gemeinschaft zu machen".

"Die Gemeinschaftsspiritualität erweist sich in verschiedenen Elementen, die alle ihre Wurzeln im Evangelium haben. Bereichert wird sie und die ganze christliche Gemeinschaft durch den Beitrag der Bewegung der Fokolaren, die sich dafür einsetzen, die Spiritualität der Einheit zu bezeugen".

Unter diesen Elementen hob Johannes Paul II. folgende hervor: "die Einheit als Testament", das Jesus seinen Jüngern hinterlassen hat (Vgl. Joh 17); das Mysterium des gekreuzigten und verlassenen Christus als ‚Weg' zu diesem Ziel"; die Eucharistie als Band der Einheit, das einende Wirken des Heiligen Geistes in der Kirche sowie die Gegenwart der Gottesmutter Maria, Mutter der Einheit.

"In dieser Hinsicht ist es unerlässlich, die Kunst der gemeinsamen Heiligung zu erlernen, und zwar auf dem persönlichen und gemeinschaftlichen Weg", sagte Johannes Paul II.
Auch sei eine immer engere Gemeinschaft zwischen der institutionellen und charismatischen Dimension der Kirche notwendig, betonte der Papst.

Das Gemeinschaftsspiritualität gebe der Ökumene neue Impulse und eröffne große Möglichkeiten für den interreligiösen Dialog, der jedoch "nicht auf religiöser Gleichgültigkeit gründen darf".

Die Fokolarbewegung wurde 1943 von Chiara Lubich gegründet, die ihr auch immer noch vorsteht. Sie ist in 182 Ländern präsent und hat über 140.000 Mitglieder und über zwei Millionen Mitarbeiter und Sympathisanten.

Weitere Informationen unter: http://www.focolare.org.