Papst erschüttert über „Patriotische Vereinigung“ in China

Illegale Weihe von Joseph Huang Bingzhang in Shantout

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ROM, Freitag, 15. Juli 2011 (ZENIT.org).- Mit „Schmerz und Sorge“ ist die erneute unerlaubte Bischofsweihe in China am Donnerstag vom Vatikan zur Kenntnis genommen worden.

In Shantou in der Provinz Guandong wurde gestern der Priester Joseph Huang Bingzhang ohne päpstliche Zustimmung zum Bischof geweiht. Erst vor zwei Wochen, am 29. Juni, war Paul Lei Shiyin ohne Zustimmung des Papstes zum Bischof von Leshan geweiht worden.

Die gestrige Zeremonie „wurde mit Schmerz und Sorge verfolgt und betrachtet“, weil sie im Widerspruch zu „der Einheit der Weltkirche“ stehe, erklärte der Direktor des vatikanischen Pressebüros, Pater Federico Lombardi, nach Berichten von Radio Vatikan.

Auch einige Bischöfe, die in Gemeinschaft mit dem Papst stehen und sich geweigert hatten, an der Zeremonie teilzunehmen, waren zur Teilnahme gezwungen worden.

Nach der Bischofsweihe in Leshan hatte der Vatikan in einer Erklärung betont, dass ein Bischof, der „ohne päpstliche Erlaubnis und somit unrechtmäßig geweiht wurde, keine Autorität hat, die katholische diözesane Gemeinschaft zu leiten“. Von daher „erkennt der Heilige Stuhl ihn nicht als Bischof der Diözese an“, die ihm anvertraut worden sei.

Die Erklärung des Vatikans macht darauf aufmerksam, dass für den illegal geweihten Bischof und die weihenden Bischöfe die Kirchenstrafe der Exkommunikation als Tatstrafe wegen Verletzung der Norm des Canons 1382 des Codex des kanonischen Rechtes vorgenommen werde, und dass „eine Bischofsweihe ohne päpstliche Erlaubnis ein direkter Verstoß gegen die Rolle des höchsten Pontifex“ sei und „die Einheit der Kirche“ zerstöre sowie „Verletzungen und Spannungen in der katholischen Gemeinschaft in China“ verursache.

„Das Überleben und die Entwicklung der Kirche können nur in Einheit mit demjenigen geschehen, dem die Kirche an erster Stelle anvertraut ist, und nicht ohne dessen Zustimmung“, hebt die Erklärung hervor.

[Übersetzung aus dem Spanischen von Iria Staat]