Papst fordert mehr Hilfe für Bootflüchtlinge

Ein Jahr nach Lampedusa

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 240 klicks

Am Samstagabend veröffentlichte der Vatikan eine Botschaft von Papst Franziskus an den Ortsbischof Francesco Montenegro anlässlich seines Besuches vor einem Jahr auf der italienischen Insel Lampedusa, wo noch immer täglich Boote mit Flüchtlingen ankommen, die auf ein besseres Leben in Europa hoffen. In der Botschaft heißt es, er weine um die Männer, Frauen und Kinder, die auf der Überfahrt aus Afrika ihr Leben verloren haben. Es scheine, so der Papst weiter, als ob dieses Drama kein Ende finde und forderte mehr Hilfsbereitschaft für die Flüchtlinge.

Er appellierte an die europäischen Behörden, mehr Mut und Großzügigkeit in der Hilfeleistung zu zeigen und bestärkte die kirchlichen Hilfsorganisationen Italiens, im Engagement für die Notleidenden nicht nachzulassen. Hintergrund müsse eine Logik der Gastfreundschaft und Anteilnahme sein, um die Würde und die Bedeutung des menschlichen Lebens zu schützen und zu fördern und nicht eine Logik der Gleichgültigkeit. Bei seinem Besuch auf Lampedusa hatte Papst Franziskus am 8. Juli des vergangenen Jahres die „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ beklagt und angeprangert.