Papst Franziskus, auch ein Hirte für Asien

Gespräch mit dem indischen Kardinal Oswald Gracias

Rom, (ZENIT.org) Anne Kurian | 1589 klicks

Papst Franziskus ist ein „universeller Hirte“ , wie man in Asien verstanden hat. Dieser Überzeugung ist der indische Kardinal Oswald Gracias, der erfreut äußert: „Gott hat auf unser Gebet geantwortet.”

Für den Kardinal Erzbischof aus Bombay, der einer der 115 wahlberechtigten Kardinäle während des Konklave war, ist der gewählte Papst „der Papst, dessen die Kirche bedarf, um den Herausforderungen von heute entgegenzutreten”, laut der Nachrichtenagentur AsiaNews (18. März).

Der Kardinal, der auch Präsident der Bischofskonferenz von Indien (CBCI) ist, meint, der neue Papst „kann wirklich die reale Situation der Christen in Asien verstehen“, denn er war Ordinarius für die Gläubigen des orientalischen Ritus in Argentinien.

Seine Herkunft, so könne man hinzufügen, könne nicht „im Gegensatz“ zur Mission in Asien stehen, denn er sei der „Hirte der Weltkirche“. Außerdem „kommt der Heilige Vater aus einer großen Kirche, die sich trotz ihrer soliden Wurzeln denselben ‚Problemen‘ wie die junge Gemeinschaft in Asien stellen muss.“

Der Kardinal ist auch „überzeugt“, dass „der Papst sich aller Herausforderungen, mit denen die gesamte Kirche konfrontiert ist, bewusst ist.“ Kardinal Gracias, der zum ersten Mal an einem Konklave teilgenommen hatte, gab an, dass er sich „durch intensives Gebet im Bewusstsein seiner großen Verantwortung“ vorbereitet habe. Der Kardinal verriet auch, dass der neue Papst ihm als „sehr einfach“ bei ihren Begegnungen während des Konklaves erschienen sei.

Er würdigte auch Benedikt XVI.: „Der Verzicht Benedikts XVI. hat mich sehr nachdenklich gemacht, einschließlich während des Konklaves. Er war ein großer Hirte, ein wahrhaft großer Hirte, und wir haben uns gefragt, wer das Petrusamt nach einem Papst wie ihm antreten könne. Wir haben innig gebetet, und als Papst Franziskus gewählt wurde, haben wir verstanden, dass Gott unserem Gebet geantwortet hat.”