Papst Franziskus empfängt den Neokatechumenalen Weg

Mehr als 1000 Familien in Mission und 92 "Missiones ad Gentes" weltweit

Rom, (ZENIT.org) | 380 klicks

In der Aula Pauls VI. wird morgen um 12.00 Uhr die erste Audienz von Papst Franziskus mit circa 10.000 Mitgliedern des Neokatechumenalen Weges stattfinden. Es ist das erste Mal seit seiner Wahl, dass er mehrere tausend Personen in einer Audienz empfängt, die diese christliche Initiation für Erwachsene durchlaufen, die 2008 vom Heiligen Stuhl endgültig approbiert worden war. Am 9. September vergangenen Jahres empfing er im Apostolischen Palast die Initiatoren und Verantwortlichen des Neokatechumenalen Weges, Kiko Argüello,  Carmen Hernández und Pater Mario Pezzi.

40 neue „Missiones ad Gentes“ starten

Wie es schon Johannes Paul II. und Benedikt XVI. bei verschiedenen Gelegenheiten taten, so wird auch Papst Franziskus neue missionarische Familien aussenden, die in der ganzen Welt evangelisieren werden, besonders aber in Asien. Beim morgigen Anlass wird er 414 Familien in Mission aussenden, von denen 174 die 40 neuen „Missiones ad Gentes“ bilden werden. Sie kommen zu den bereits existierenden 52 „Missiones ad Gentes“ hinzu. An der Audienz werden auch die 900 Kinder aller Familien teilnehmen. Mehr als einhundert Familien, die schon an verschiedenen Orten weltweit in Mission sind, werden ebenfalls anwesend sein.

Am Treffen mit dem Papst werden die Initiatoren und Verantwortlichen des Neokatechumenalen Weges teilnehmen sowie die Regenten der 100 Priesterseminare „Redemptoris Mater“ aus aller Welt, die Priester, die in den Seminaren diesen Typs ausgebildet wurden, und die Seminaristen dieser Seminare. Zudem werden auch die internationalen Katecheten-Itineranten-Teams des Weges, die ältesten Gemeinschaften Spaniens und Italiens und Vertretungen aus Gemeinschaften verschiedener europäischer Pfarreien zu diesem Treffen kommen.

Die „Missionenes ad Gentes“

Die „Missio ad Gentes“ oder „Mission zu den Völkern“ bedeutet die Evangelisation von Gegenden, in denen das Evangelium nicht bekannt ist und wo daher die Durchführung einer „Erstverkündigung“ notwendig ist. Die meisten Familien, die von Papst Franziskus gesandt werden, kommen aus Europa, vor allem aus Spanien und Italien. Jede von diesen Missionen besteht aus vier Familien, einem Priester, der von einem „Sozius“, der Laie oder Seminarist sein kann, begleitet wird, einer älteren Schwester als Hilfe für die Familien und drei jungen Schwestern (ohne Gelübde), die in der Mission mitarbeiten. Die „Missio ad Gentes“ entfaltet sich nach dem apostolischen Modell der Urkirche in den Wohnungen, inmitten von Ungetauften. Zusammen machen die Familien eine christliche Gemeinschaft anwesend, die inmitten der Heiden die Zeichen gibt, die zum Glauben führen, nämlich die Liebe („wie ich euch geliebt habe“) und die vollkommene Einheit („Vater, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien, und die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“)

Einige Daten:

Der Neokatechumenale Weg, der mit der Unterzeichnung seiner Statuten 2008 endgültig approbiert wurde, ist jetzt in 124 Ländern auf allen fünf Kontinenten, in 1.469 Diözesen mit 20.432 Gemeinschaften in 6.272 Pfarreien anwesend.

Zum Zeitpunkt der Audienz mit  Papst Franziskus gibt es:

- 100 missionarische diözesane Priesterseminare „Redemptoris Mater“;

- 2.100 diözesane Seminaristen, die an dieser christlichen Initiation teilnehmen und sich auf das Priestertum vorbereiten;

- 1.770 Diözesanpriester, die in diesen Seminaren ausgebildet wurden;

- 1.256 Familien in Mission in 91 Ländern;

- 92 „Missiones ad Gentes“.