Papst Franziskus grüßt Opus-Dei-Jugend mit Zitat ihres Gründers

An den Universitäten das Anliegen des Heiligen verwirklichen

Vatikanstadt, (ZENIT.org) Jan Bentz | 1057 klicks

Die 3000 Universitäts-Studenten aus 60 Ländern und ungefähr 200 verschiedenen Universitäten, die anlässlich des UNIV-Kongresses in der Heiligen Woche nach Rom gekommen sind, grüßte Papst Franziskus im Rahmen der Generalaudienz mit folgenden Worten:

„Ich grüße alle Universitätsstudenten, die an dem von der Personalprälatur des Opus Dei ausgerichteten, internationalen Kongress teilnehmen. Liebe Freunde, ihr seid für eine Erfahrung des Glaubens und der geistlichen Bereicherung nach Rom gekommen. Ich danke euch für euer Gebet und eure Zuneigung zum Papst. Mit eurer Präsenz in der Welt der Universitäten kann jeder von euch realisieren, was euer Gründer, der hl. Josemaria Escrivá gewünscht hat: ‚Mitten in den materiellsten Dingen der Welt ist es unsere Aufgabe, uns selbst zu heiligen, indem wir Gott und den Menschen dienen.‘“

Es war das erste Mal, dass die Jugendlichen den neuen Papst trafen. Eine Gruppe durfte Franziskus als Geschenk das Video 'Faith at 20.' übereichen, wo Studenten aus verschiedenen Ländern über ihr Glaubensleben im Alltag berichten. Studenten aus Spanien übergaben ihm einen Behälter gefüllt mit Intentionszetteln, auf denen sie ihre Arbeit und ihre Studien für eine spezielle Intention, für eine Person oder für den Papst selber aufopfern.

Die deutschsprachigen Pilger erinnerte der Papst in seinen Grußworten dran, dass sie die Nähe Gottes in den österlichen Tagen besonders durch die Sakramente der Beichte und Eucharistie sowie das aufmerksame Hören des Wortes Gottes erfahren könnten. Die Karwoche sei die letzte Etappe des irdischen Lebensweges Christi und der Beginn seines Leidensweges. Mit Jesus bis zum Kreuz und zu seiner Auferstehung mitzugehen bedeute, bei ihm zu bleiben, das „heißt aufbrechen, aus sich selbst und den starren Gewohnheiten herausgehen, mit ihm zu gehen, sich einzulassen auf die kreative Liebe Gottes, die uns zum Leben führt.“

[Wir dokumentieren die Zusammenfassung der Katechese in der offiziellen deutschen  Übersetzung:]

Liebe Brüder und Schwestern! Mit dem Palmsonntag hat die Karwoche begonnen, die dann im österlichen Triduum gipfelt, der geistlichen Mitte des ganzen Kirchenjahrs. In dieser Woche begleiten wir Jesus auf der letzten Etappe seines irdischen Lebenswegs des Leidens, des Sterbens und der Auferstehung. Aber was heißt das, mit Jesus auf seinem Weg bis zum Kreuz und zur Auferstehung zu gehen? Während seines öffentlichen Wirkens war Jesus immer unterwegs. Das Gehen ist ein Grundvollzug seiner Mission. Und er hat dabei zwölf einfache Männer berufen und sie ermutigt, bei ihm zu bleiben, an seinem Weg teilzunehmen und schließlich seine Aufgabe weiterzuführen. Dieser Auftrag, diese Sendung ist es, allen die Türen zu Gott zu öffnen. Die Karwoche lädt uns neu ein, ein Stück dieses Wegs mitzugehen. Sein Einzug in Jerusalem, das Abendmahl, sein Tod am Kreuz sind Ausdruck seiner Liebe, seiner totalen Hingabe. Er schenkt sich uns, seinen Leib und sein Blut, um immer bei uns zu sein, um unter uns zu wohnen. Er will nichts für sich behalten, nicht einmal das Leben. Bei ihm bleiben heißt aufbrechen, aus sich selbst und den starren Gewohnheiten herausgehen, mit ihm zu gehen, sich einzulassen auf die kreative Liebe Gottes, die uns zum Leben führt. Gott verschenkt sich uns, damit auch wir für unsere Mitmenschen leben und seine Liebe unter uns fruchtbar wird.

[Die deutschsprachigen Pilger grüßte der Papst mit folgenden Worten:]

Ganz herzlich grüße ich alle Brüder und Schwestern aus den Ländern deutscher Sprache. Besonders in diesen österlichen Tagen können wir Gottes Nähe erfahren, wenn wir uns auf ihn einlassen, wenn wir sein Wort aufmerksam hören und sein Erbarmen im Sakrament der Beichte und der in Eucharistie empfangen. Ich wünsche uns allen, dass wir diese Tage mit Hingabe feiern und unsere Mitmenschen mit einem Strahl der Liebe Gottes beschenken. Frohe Ostern euch allen!

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