Papst Franziskus in einer Linie mit Benedikt XVI.

Einigkeit bezüglich des Konzilsverständnisses

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 281 klicks

In einem Gespräch mit Vertretern des konservativ orientierten Immaculata-Franziskanerordens sagte Papst Franziskus, dass er die Meinung seines Vorgängers Benedikt XVI. teile, dass die Hermeneutik des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren heute noch wichtig sei. Nach Überzeugung des Papstes stelle das Konzil keinen Bruch in der Kirchengeschichte dar und er würdigte gleichzeitig das Motu proprio „Summorum pontificum“ seines Vorgängers von 2007, das die Feier im außerordentlichen Ritus erlaubt. Das Gespräch hatte bereits am 10. Juni in der Casa Santa Marta im Vatikan stattgefunden, die Information darüber wurde jedoch erst Anfang der Woche bekannt gegeben.

Der Vatikan hatte im August letzten Jahres einen Apostolischen Kommissar für die Franziskaner der Immaculata ernannt, da der Orden nach dem Motu proprio die lateinische Messe in seinen weltweit rund 20 Klöstern als hauptsächliche Messform übernommen hatte, innerhalb gab es diesbezüglich Unstimmigkeiten. Papst Franziskus hatte die Ordensmitglieder dazu aufgefordert, die Messe regulär in der neuen Liturgie zu feiern, so wie sie nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil entwickelt wurde.

In dem Gespräch mit den Vertretern des Ordens betonte er wiederholt, die Regelung zur alten Messe erfordere das Einverständnis der zuständigen Autoritäten. Die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils würden ganz der Kontinuität der Kirche entsprechen.