Papst Franziskus ist ein großartiger und demütiger Mann

Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, äußert seine Hoffnung auf einen Besuch des Papstes im Mittleren Orient

Rom, (ZENIT.org) | 564 klicks

„Ein demütiger Mann, großartig, der die Gabe besitzt zuzuhören“ — mit diesen Worten beschrieb der lateinische Patriarch von Jerusalem, Msgr. Fouad Twal, gegenüber Radio Vatikan die Person von Papst Franziskus. Der Heilige Vater empfing heute vormittag Msgr. Twal zur Audienz. In dem Gespräch wurde die Situation der Christen im Mittleren Orient und insbesondere in Syrien erörtert.

Papst Franziskus, fuhr der Patriarch von Jerusalem fort, ist „ein demütiger Mann, großartig, der die Gabe besitzt zuzuhören, der nicht vorgibt, alles zu wissen, der etwas erfahren möchte, um besser in der Situation zu helfen.“

Während er mit dem Papst über die syrischen Flüchtlinge sprach, sagte Msgr. Twal, dass „die Lage nicht schön ist, wie man von außen denken könnte.“ Der Patriarch betonte anschließend unter den positiven Aspekten die Gegenwart eines Seminars in seiner Diözese, „voll besetzt, Dank dem Herrn“, und „die Pilger, um deretwillen wir uns nicht allein fühlen.“

Auf die Frage eines möglichen Pastoralbesuchs von Papst Franziskus im Mittleren Orient antwortete Msgr. Twal: „Alles ist denkbar, alles ist möglich: Es hängt von der Zeit ab, der Lage … Hoffen wir, dass er kommt, ja.“

Im weiteren Verlauf des Interviews teilte der Patriarch mit, den Papst um ein besonderes Gebet für das Heilige Land gebeten zu haben: „Der Heilige Geist wird Sie sicherlich zu Wort und Tat inspirieren“, äußerte Twal bei dieser Gelegenheit. „Ich bin sicher, dass er Ihnen auch ein gutes Wort für Peres eingeben wird“, fügte er im Hinblick auf den für Ende des Monats vorgesehenen Besuch des israelischen Präsidenten im Vatikan hinzu.

„Wir glauben, dass er auf den Heiligen Geist hört: Diese Männer machen den Unterschied im Leben der anderen. Wir haben einen Papst, der uns kennt, der ein gutes Vorbild für den Glauben, die Nächstenliebe ist… . Man muss wirklich optimistisch sein: Es gibt keinen Platz für Pessimismus“, schloss der Patriarch.