Papst Franziskus reist aus Korea ab

Reise im Zeichen des Friedens und der Marienverehrung ist beendet

Rom, (ZENIT.org) P. Alfonso M. A. Bruno FI | 938 klicks

Ein Regen des Dankes und der Segnungen hat den Papst nach Südkorea geführt, ähnlich wie der leichte Regen in Seoul am heutigen Morgen, der an dem Tag seiner Abreise auf die Erde fällt. Auch das ist eine Herausforderung für die zahlreichen Gläubigen, die, mit Regenschirmen in den Händen, nicht den Mut durch das schlechte Wetter verloren haben und nicht darauf verzichten wollen, den Papst zu verabschieden, sein Lächeln zu sehen, seinen Segen zu bekommen und, für einige, ihm die Hand zu schütteln.

Im Ehrensalon des Flughafens von Incheon, trägt die Ehrengarde die traditionelle Uniform, dunkelblau mit ockerfarbenen und bordeauxfarbenen Ornamenten. Die Soldaten der Parade tragen ein Schwert, das der Katana der Samurai ähnelt, die sie zu Ehren des illustren Gastes zücken.

Bei der Abschlusszeremonie sind neben den Regierungsrepräsentanten auch die Bischöfe der 17 koreanischen Diözesen anwesend. Die Präsidentin Park Geun-hye hatte den Papst bereits am Ende der Messe in der Kathedrale verabschiedet. Franziskus ist über alle Maßen freundlich und gibt jedem die Hand.

Es gibt keine Ansprachen, aber die herzliche Umarmung des koreanischen Priesters, der Jesuit John Chong Che-chon, der ihn in diesen Tag konstant als Führer und Übersetzer begleitet hat, ist ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr der Papst den Empfang des asiatischen Volkes geschätzt hat.

Franziskus besteigt also das speziell zur Verfügung gestellte Flugzeug der Korean Airlines, das ihn nach Rom–Ciampino bringt. Die koreanische Flagge hat ein Feld, weiß wie der Talar des Papstes, das für den Frieden steht. Im Zentrum ist in rot und blau der Taegeukgi gemalt, der 1883 das offizielle Symbol des Landes wurde. Das Blau („Eum“) steht für die negativen Seiten des Taeguk, das Rot („Yang“) steht für die positiven Seiten. Die vier Trigramme stehen für den Himmel, die Sonne, den Mond und die Erde.

Papst Franziskus hat der koreanischen Erde das Licht Christi gebracht, lebendige Sonne, um die Brüder im Glauben zu bestätigen und zu ermutigen. Die marianische Dimension, die durch den Mond symbolisiert wird, ist in der Papstreise immer präsent gewesen, in den abschließenden Gebeten, und gipfelte in der Ikone des Friedens und der Versöhnung in der Statue der Fatima, die in der Kathedrale von Seoul mit einem Dornenkrone aufgebaut war.

Im Guten und im Bösen bleibt die Heirat zwischen Korea und dem Christentum bestehen. Und während der Papst um 13.02 Uhr Ortszeit das asiatische Volk in Richtung Vatikan von oben grüßt, fallen gemeinsam mit dem Regen neue Segnungen vom Himmel auf die Erde der Märtyrer und der „Morgenstille“ herab.