Papst Franziskus richtet Kommission für Kinderschutz ein

Vier von acht Mitgliedern sind Frauen

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 277 klicks

Am Samstag gab der Vatikan bekannt, dass Papst Franziskus die im Dezember angekündigte Päpstliche Kommission für Kinder- und Jugendschutz eingerichtet hat. Der Papst ernannte acht Mitglieder für die neue Kommission, so auch den aus Regensburg stammenden Jesuiten Hans Zollner, der an der Päpstlichen Universität Gregoriana ein Komitee für Kinderschutz leitet und sich seit Jahren gegen Missbrauch von Minderjährigen einsetzt.

Weitere Mitglieder sind einer der acht Kardinalsberater des Papstes, der Kardinal von Boston, Sean Patrick O’Malley, sowie die frühere polnische Ministerpräsidentin Hanna Suchocka und der argentinische Jesuit Humberto Miguel Yánez, ein Vertrauter des Papstes. Bemerkenswert ist, dass auch ein Missbrauchsopfer in das Gremium gerufen wurde, die Irin Marie Collins aus Dublin, die in 1960er Jahren von einem katholischen Priester sexuell missbraucht wurde und sich seit vielen Jahren für einen besseren Schutz von Kindern in der katholischen Kirche einsetzt.

Das Gremium der acht Mitglieder, von denen fünf Laien sind, davon vier Frauen, soll nun die Statuten der Kommission entwerfen; anschließend sollen weitere Mitglieder von Papst Franziskus „aus verschiedenen geografischen Bereichen der Welt“ ernannt werden.