Papst Franziskus trifft den Katholikos Aram I.

Die Wunden des armenischen Volkes sind die Wunden Christi

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 469 klicks

Am heutigen Morgen traf Papst Franziskus Aram I., einen Geistlichen der Armenischen Apostolischen Kirche und derzeitiger „Katholikos des Großen Hauses von Kilikien“. Ein Thema der Begegnung war unter anderem der Leidensweg des armenischen Volkes und seiner Kirche. Abschließend beteten beide gemeinsam in der Kapelle „Redemptoris Mater“. In seiner Begrüßungsansprache sagte Papst Franziskus:

„Dank sei euch und Friede von Gott, unserem Vater, und von unserem Herrn Jesus Christus! Herzlich Willkommen an den Füßen der Apostel Petrus und Paulus!“

Papst Franziskus dankte für die brüderliche Beziehung, die beide verbinde und den Einsatz, den Aram I. zeige.

„Ich möchte sagen, dass wir auf dem Weg hin zu einer gemeinsamen Kommunion die gleichen Hoffnungen hegen und den gleichen verantwortlichen Einsatz, im Bewusstsein, so im Willen des Herrn Jesus Christus zu gehen.“

Dann ging Papst Franziskus auf die Leiden des armenischen Volkes und seiner Kirche ein.

„Die Geschichte der Migration, Verfolgung und des Martyriums von so vielen Gläubigen hat tiefe Wunden in den Herzen der Armenier hinterlassen. Wir müssen sie sehen und als Wunden des Körpers Christi betrachten: Sie sind der Grund einer unerschütterlichen Hoffnung und eines Vertrauens in die fürsorgliche Barmherzigkeit des Vaters.“

Besonders für diejenigen, die in Gebieten mit Konflikten und Gewalt leben, seien Vertrauen und Hoffnung wichtig, so der Papst weiter.

„Als Nachfolger Christi müssen wir lernen, mit Demut die Last der anderen zu tragen, um uns so gegenseitig zu helfen, christlicher zu sein, mehr Nachfolger Christi. Gehen wir also gemeinsam in Nächstenliebe, so wie Christus und geliebt hat und sich für uns hingegeben hat, indem er sich Gott als Opfer angeboten hat.“

Abschließend sagte Papst Franziskus in Hinblick auf das Pfingstfest:

„Möge er, der „Spiritus paraclitus“, unseren Weg zur Einheit inspirieren, sei er es, der uns lehret, wie die brüderlichen Beziehungen genährt werden können, die sich bereits in einer gemeinsamen Taufe und einem gemeinsamen Glauben vereinen.“