Papst Franziskus überraschend in Santa Maria Maggiore

Ein unvorhergesehener Besuch

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 642 klicks

Am Samstagabend gab es für die Besucher der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom eine unvorhergesehene Überraschung: Aus einer Seitentür neben der Sakristei betrat überraschend gegen 16.45 Papst Franziskus den Kirchenraum. Er wurde vom Erzpriester der Kirche, Kardinal Santos Abril y Catelló, empfangen, der ihn in eine Kapelle der Basilika geleitete, in der die Madonna Salus Populi Romani aufbewahrt wird, unter deren Schutz der Papst seine Reise zum Weltjugendtag nach Brasilien stellen wollte. Er verbrachte etwa eine halbe Stunde im Gebet vor der Ikone (deren Kopie eines der Symbole des Weltjugendtages ist, ZENIT berichtete), hinterließ ein Blumengedeck und zündete eine Kerze mit dem Symbol des Weltjugendtages an. Anschließend wandte er ich an die Besucher und bat sie mit einigen Grußworten, für seine Reise und das Gelingen des Weltjugendtages zu beten.

Wie Radio Vatikan berichtet, wünschte er in seiner gewohnt unkomplizierten Art und Weise den Anwesenden einen guten Abend und dankte ihnen und dem Kardinal für ihre Begleitung. Er teilte ihnen mit, es sei das vierte Mal, dass er in die Basilika komme, um zur Madonna zu beten, diesmal, bevor er nach Brasilien reise. Er trete diese Reise an, um die Jugend der ganzen Welt zu treffen. Er sagte, die Jugend sei die Stärke. Die Stärke der Zukunft, aber auch die Zukunft selbst. Die Jugend sei ein Versprechen. Er erinnerte in seiner Ansprache jedoch auch daran, dass eine Gesellschaft, die sich nur auf ihre Jugend konzentriere, jedoch viel verlieren würde. Denn auch die Älteren seien wichtig für die Zukunft. Sie seien die Weisheit des Volkes, während die Jugend seine Hoffnung darstelle. Man müsse auf beide hören, auf die Jugend, die nach vorne blicke, und auf die Älteren, die die Weisheit vermittelten. Er rief die Anwesenden auf, für den Weltjugendtag zu beten und das Treffen in Rio de Janeiro mit ihrem Gebet, ihrem Vertrauen in die Gottesmutter und mit ihrer Buße zu begleiten. Der Pontifex bat in diesem Zusammenhang darum, dass die Madonna alle behüten möge, und bedankte sich bei seiner Zuhörerschaft in der Basilika.

Auch der erste Besuch von Papst Franziskus in Santa Maria Maggiore war nicht angekündigt gewesen und erfolgte unmittelbar nach seiner Wahl zum Papst. Die folgenden Besuche fanden zum Rosenkranzgebet Anfang Mai und anlässlich der Fronleichnamsprozession statt. Nicht nur bei diesen Anlässen hat Papst Franziskus deutlich gemacht, dass er ein Verehrer der Madonna ist.