Papst Franziskus verurteilt Minen

Der Gebrauch von Waffen ist eine Herausforderung für alle

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 175 klicks

Im Namen des Papstes sandte Kardinalsstaatssekretär Pietro Lombardi ein Schreiben an die Abschlusssitzung der Konvention gegen den Gebrauch von Minen, die zurzeit in Maputo, Mozambique, stattfindet. In seiner Botschaft brachte der Papst deutlich zum Ausdruck, dass der Gebrauch von Waffen im Allgemeinen und von Minen im Besonderen eine Herausforderung für alle darstelle. Minen seien eine unverantwortliche und feige Waffe, die den Krieg verlängere und die Angst noch nach Beendigung des Konflikts schüre, so die von Papst Franziskus unterschriebene Botschaft. Diese Form der Waffen füge dem durch Krieg provozierten menschlichen Versagen ein Gefühl der Angst hinzu, dass im Alltag überhandnehme und das Schaffen von Frieden erschwere, so das Schreiben.

Wenn man wirklich Sicherheit, Stabilität und Frieden wolle, so das Dokument weiter, müssten die Waffenlager verkleinert und die Waffen beseitigt werden, die nichts in einer menschlichen Gesellschaft zu suchen haben. Vielmehr solle in Erziehung, Gesundheit und den Schutz des Planeten investiert werden. Papst Franziskus appellierte an die Länder, sich in der Waffenbeseitigung zu beteiligen, bis es keine Minenopfer mehr gebe und kein Kind mehr Angst vor diesen versteckten Waffen haben müsse. Die Konventionen seien keine kalten Verordnungen, sondern Herausforderungen für diejenigen, die Frieden schaffen und die Schwächsten schützen wollen.

Die Konventionen seien ein Modell, das auf andere Situationen übertragen werden könne, wie den Gebrauch von Nuklearwaffen und anderen Waffen, die es nicht geben dürfe. Abschließend appellierte der Papst an alle, den Menschen in das Zentrum der Bemühungen zur Waffenvernichtung zu stellen.