Papst Franziskus wirft sich vor Altar nieder

Karfreitagsliturgie im Petersdom

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 500 klicks

Um 17.00 Uhr begann heute Nachmittag die Passion Christi im Petersdom mit dem Einzug von Papst Franziskus. Bei seiner Ankunft am Altar warf sich der Papst zu Boden und verblieb so einige Minuten im Gebet. Nachdem man ihm aufgeholfen hatte, begann die Passion Christi. Im Verlauf der Liturgie folgte die Predigt des Päpstlichen Predigers Raniero Cantalamessa unter dem Vorsitz von Papst Franziskus.

Cantalamessa sagte, der wahre Feind Gottes sei nicht der Teufel, sondern das Geld. Es sei nicht einer der vielen Götzen, sondern „der Götze“ schlechthin. Niemand diene ohne einen Grund dem Teufel; er verfolge damit immer einen Zweck und erhoffe sich, von ihm mehr Macht zu erlangen. Cantalamessa gebrauchte harte Worte, indem er die rhetorische Frage an die Verwalter der öffentlichen Gelder stellte, ob ihnen das Verhalten von Judas nicht etwas sage. Er sagte wörtlich: „Es ist ein Skandal, dass manche Leute Gehälter und Pensionen beziehen, die hundertmal größer sind als die derer, die für sie arbeiten, und dass diese Menschen sofort protestieren, wenn sich am Horizont auch nur die Möglichkeit abzeichnet, zugunsten einer größeren sozialen Gerechtigkeit auf etwas verzichten zu müssen.“

Jedoch gebe es auch noch weitere Arten, wie man Jesus verraten könne. So hintergehe Christus auch, wer seine Ehefrau oder seinen Ehemann betrüge. Jeder, der sein eigenes Gewissen betrüge, betrüge Jesus, so Cantalamessa.