Papst grüßt Gemeinschaft Sant'Egidio, die den Armen ein Weihnachtsmahl bereitet

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ROM, 22. Dezember 2004 (ZENIT.org).- Johannes Paul II. hat diesen Mittwoch am Schluss der Generalaudienz die Verantwortlichen der Gemeinschaft Sant'Egidio (www.santegidio.org/de/) begrüßt. In verschiedenen Städten der Welt wird die neue kirchliche Bewegung armen Menschen zu Weihnachten zu essen geben.



1968 gründete der damals noch keine zwanzig Jahre zählende Historiker Andrea Ricardi die Gemeinschaft Sant'Egidio, die sich seither besonders für Personen, die kein Dach über dem Kopf haben, für alte Leute und ganz allgemein für Bedürftige einsetzt. Seit 1982 wird als Teil dieses Dienstes christlicher Nächstenliebe den Armen jedes Jahr zum Weihnachtsfest ein Essen bereitet.

Mario Marazziti, Pressesprecher der Gemeinschaft, der diesen Mittwoch die Weihnachtsaktion vorgestellt hat, erklärte, dass es sich bei jenen Menschen, die zum Weihnachtsessen eingeladen seien, um keine Fremden handle, sondern dass sie den Freiwilligen der Gemeinschaft, die für die Betreuung der Bedürftigen zuständig sind, persönlich bekannt seien. Allein in Rom würden an 35 verschiedenen Stätten rund 5.000 Menschen zur Essensausgabe erwartet.

Jedem Teilnehmer des Gastmahls wird ein Geschenk überreicht werden, dass speziell auf ihn und seine konkrete Situation gemünzt ist.

In Rom verteilt die Gemeinschaft Sant'Egidio an 75 verschiedenen Orten Speis und Trank - an rund 1.650 Personen wöchentlich! Das ist nicht zuletzt dank der Hilfe von 600 Freiwilligen mögich.

Beim Weihnachtsgastmahl im Vorjahr hätten, so der Pressesprecher, weltweit rund 15.000 Personen teilgenommen.

Die Gemeinschaft präsentierte diesen Mittwoch auch die 15. Ausgabe des Überlebensführers für arme und obdachlose Menschen in Rom. Diesen einzigartigen Stadtführer gibt es unter anderem auch in Genf, Florenz und Barcelona.