Papst plädiert gegen Abdriften Europas in konsumbedingte Gleichgültigkeit

Bei den Reformen muss religiöses Erbe erkennbar werden

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ROM, 15. November 2002 (ZENIT.org).- Pforderte am Donnerstag bei seiner Ansprache vor dem italienischen Parlament, dass Europa bei Integrationsprozess sein religiöses und kulturelles Erbe nicht verlieren dürfe und in eine konsumbedingte Gleichgültigkeit abgleite.



Er beglückwünschte die Abgeordneten und Senatoren für die Reformen, welche eine europäische Osterweiterung ermöglichen und so "die unnatürliche Trennung" überwinden.

Es dürfe jedoch "dem Fundament des "gemeinsamen Hauses" der Zement des außerordentlichen religiösen, kulturellen und zivilen Erbes nicht fehlen, wodurch Europa im Laufe der Jahrhunderte groß geworden ist".

"Daher muss man sich vor einer Auffassung von diesem Kontinent hüten, welche nur auf die wirtschaftlichen und politischen Aspekte eingeengt ist oder unkritisch Lebensmodelle vorschlägt, welche sich an einer den geistigen Werten gegenüber gleichgültigen Konsumhaltung orientieren".

"Will man dauerhafte Stabilität der neuen europäischen Einheit erreichen, dann muss man sich engagieren, diese ethischen Fundamente zu unterstützen, die einst Grundlage und Ausgangspunkt waren, wobei gleichzeitig Raum für den Reichtum und die Vielfalt der Kulturen und Traditionen belassen werden muss, welche die einzelnen Länder charakterisieren.

Schließlich rief der Papst aus: "Europa, öffne zu Beginn des neuen Jahrtausend Christus wieder deine Pforten!".