Papst setzt bei derzeitigem Erziehungsnotstand auf Universität

Benedikt XVI. zum 70. Gründungsjubiläum der freien Universität „Maria Santissima Assunta“

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ROM, 12. November 2009 (ZENIT.org).- Beim derzeitigen „Erziehungsnotstand“ setzt Benedikt XVI. auf die Universität und ihre Lehrer. Die katholische Universität müsse auf institutioneller Ebene eine christliche Präsenz in der akademischen Welt und in der komplexen sozialen und kulturellen Wirklichkeit gewährleisten. Wissen sollte von Lehrern, die auf die Wahrheit setzten, nie nur rein wissenschaftlich vermittelt werden. Neben Forschungsmethoden ginge es vor allem um „Werte und tiefe Motivationen“.

Der Papst sprach heute anlässlich der Feier der 70. Gründungsjubiläums der Freien Universität „Maria Santissima Assunta“ (LUMSA) mit einer Gruppe von Dozenten und Studenten des Athenäums in der Audienzhalle Paolo VI. Vor rund 7000 der insgesamt 9000 Studenten der vier italienischen Standorte dieser Universität betonte der Papst die Rolle der katholischen Universitäten: Ihre Aufgabe sei es, „wahre Lehrer“ zu bieten, so der Papst Die ethischen Aspekte einer vom Glauben erleuchtete Weisheit dürfe nicht vernachlässigtwerden.


Die katholische Universität müsse auf institutioneller Ebene eine christliche Präsenz in der akademischen Welt und in der komplexen sozialen und kulturellen Wirklichkeit gewährleisten.

Die katholische Universität sei dazu berufen, „mit einer christlichen Inspiration der einzelnen und der Universitätsgemeinschaft als solcher zu wirken; mit einer beständigen, auf die Weisheit ausgerichteten Reflexion, die vom Glauben erleuchtet ist, sowie mit der wissenschaftlichen Forschung; mit der Treue zur christlichen Botschaft, wie sie von der Kirche vorgelegt wird; mit dem institutionellen Engagement im Dienst des Volkes Gottes und der Menschheitsfamilie auf ihrem Weg hin zum letzten Ziel“.

„Heute wie gestern braucht die Universität wahre Lehrer, die zusammen mit wissenschaftlichen Inhalten und Kenntnissen eine strenge Forschungsmethode sowie Werte und tiefe Motivationen vermitteln. Inmitten einer zersplitterten und relativistischen Gesellschaft sollt ihr, liebe Studenten, immer Geist und Herz für die Wahrheit offen halten, widmet euch tiefgehend dem Erwerb der Erkenntnisse, die gemeinsam einen Beitrag zur ganzheitlichen Bildung eurer Persönlichkeit, zur Verfeinerung der Fähigkeit der Suche nach dem Wahren und Guten während des ganzen Lebens und zur beruflichen Vorbereitung leisten, damit ihr zu Erbauern einer gerechteren und solidarischeren Gesellschaft werdet.“

(AS)