Papst setzt Hoffnung auf den lutherisch-katholischen Dialog

Delegation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika im Vatikan

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ROM, 12. Februar 2010 (ZENIT.org).-Am Mittwochvormittag empfing Papst Benedikt XVI. eine Delegation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika. Er äußerte seine Zufriedenheit mit den bisher erzielten Ergebnissen des lutherisch-katholischen Dialogs und äußerte, dass dies eine solide Grundlage für die Zukunft darstelle.

„Seit dem Beginn meines Pontifikats war ich zuversichtlich, dass die Beziehungen zwischen Katholiken und Lutheranern, vor allem in der praktischen Zusammenarbeit im Dienst des Evangeliums, weiter wachsen werde“, sagte der Papst zu seinen Gästen, die er im Raum neben der Aula Pauls VI. empfing.

Der Heilige Vater drückte seine Hoffnung aus, dass der lutherisch-katholische Dialog sowohl in den Vereinigten Staaten wie auch international aufrechterhalten bleibe und dabei helfen möge, auf die bisher erzielten Vereinbarungen zu bauen.

Nach Ansicht des Papstes bleibe die Sammlung der Ergebnisse des lutherisch-katholischen Dialogs, das auf solch vielversprechende Weise im II. Vatikanische Konzil begann, eine wichtige Aufgabe. „Um gemeinsam auf die Ergebnisse bauen zu können, muss die geistliche Ökumene auf dem Fundament des innigen Gebets und der Bekehrung zu Christus stehen, der Quelle der Gnade und Wahrheit“, betonte er. „Möge der Herr uns helfen, wertzuschätzen, was bisher erreicht wurde, es vorsichtig zu bewahren und seine Entwicklung zu fördern.“

Der Papst zitierte auch die Enzyklika von Papst Johannes Paul II. Ut unum sint, in der sein Vorgänger das Verhältnis zwischen Katholiken und Lutheranern als „wiederentdeckte Geschwisterlichkeit“ definierte.

Dabei erinnerte er daran, was Johannes Paul II. in der Rede an die lutherischen Bischöfe am 26. September 1985 gesagt hatte: „Sie sind uns herzlich willkommen. Lassen Sie uns darüber freuen, dass eine Begegnung wie diese stattfinden kann. Lassen Sie uns offen sein für den Herrn, damit er dieses Treffen für seine Zwecke verwenden kann und uns zu jener Einheit führen kann, die Er ersehnt. Ich danke Ihnen für die Anstrengungen, die Sie für die volle Einheit im Glauben und der Liebe unternehmen.“

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika wurde 1988 gegründet. Sie zählt mehr als 4 Millionen Mitglieder und wird von Bischof Mark Hanson geleitet, der ebenfalls bei der Generalaudienz mit dem Papst zugegen war.

[Übersetzung aus dem Spanischen von Susanne Czupy]