Papst trifft italienischen Staatspräsidenten Ciampi

Audienzen laufen wieder an

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ROM, 21. Februar 2005 (ZENIT.org).- Nach seinen geistlichen Exerzitien arbeitet Papst Johannes Paul II. wieder in einem beachtlichen Tempo und plant bereits: Ende April wird er den italienischen Staatspräsidenten Carlo Azeglio Ciampi besuchen.



Wie das Pressebüro des Heiligen Stuhls am Freitag bekannt gab, hat der Papst "die Einladung des italienischen Staatspräsidenten Carlo Azeglio Ciampi angenommen und wird ihm am Freitag, den 29 April, am Festtag der heiligen Katharina von Siena, einen offiziellen Besuch im Quirinalpalast abstatten".

Johannes Paul II. wird bei dieser Gelegenheit zum insgesamt vierten Mal den "Palazzo de Quirinale", die ehemalige päpstliche Sommerresidenz und den heutigen Amtssitz des italienischen Staatspräsidenten, besuchen. Zum ersten Mal kam der polnische Papst bereits vor der italienischen Einigung am 2. Juni 1984 in den Quirinalpalast, als Sandro Pertini Präsident war. Am 18. Januar 1986 traf er dort mit dem damaligen Staatschef Francesco Cossiga zusammen, am 20. Oktober 1998 schließlich mit Oscar Luigi Scalfaro.

Den Papst und den derzeitigen italienischen Staatspräsidenten Carlo Ciampi verbindet seit Jahren eine tiefe Freundschaft. Am 16. Januar hatte der Heilige Vater den gleichaltrigen Freund etwa zum Mittagessen in den Vatikan eingeladen. Beide Männer feiern am selben Tag ihren Namenstag (heiliger Karl Borromäus, 4. November), beide wurden 1920 geboren. Seit ihrer ersten Begegnung im Jahre 1993 – damals war Ciampi italienischer Premierminister – trafen sie sich elf Mal.

Diesen Montag hat Papst Johannes Paul II. wieder sein gewohntes Audienzprogramm aufgenommen: Am Vormittag kamen im Rahmen des noch nicht abgeschlossenen Besuches "ad Limina Apostolorum" der spanischen Bischofskonferenz unter der Führung des Erzbischofs Lluís Martínez Sistach von Barcelona die Bischöfe aus Katalonien zu ihm.