Papst trifft Vertreter des Laienapostolats

Habt Dank für eure Arbeit

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 560 klicks

Um 18.30 Ortszeit (11.30 MESZ) traf Papst Franziskus heute im „Zentrum für Spiritualität“ von Kkottongnae Verantwortliche des Laienapostolats. Bereits 1968 wurde in Anerkennung an die Arbeit der Laien in der katholischen Kirche Koreas der Katholische Rat für das Laienapostolat mit verschiedenen Sitzen im ganzen Land gegründet, dessen zentrale Aufgabe der Dialog mit den Nichtgläubigen ist.

An der Begegnung mit dem Papst nahmen etwa 150 Laien teil, die sich in besonderer Weise für die Arbeit im Apostolat einsetzen. Im Anschluss an die Grußworte des Präsidenten der Laienorganisation, Mr. Paul Kwon Kil-joong, wandte sich Papst Franziskus in einer kurzen Ansprache an die Anwesenden, die er mit Dankesworten für ihre unschätzbare Arbeit einleitete.

Papst Franziskus sagte, dass Vermächtnis der Märtyrer lebe in den Werken des Glaubens, der Liebe und des Dienstes der Anwesenden weiter. Der Papst betonte, dass die Kirche die glaubwürdigen Laienzeugen dringend brauche, um die frohe Botschaft des Evangeliums zu vermitteln. Er sagte: „Eure Gaben als Laien sind vielfältig und eure Apostolate verschieden, dennoch soll alles, was ihr tut, dem Fortschritt der Sendung der Kirche dienen. Dabei ist sicherzustellen, dass die zeitliche Ordnung vom Geist Christi durchdrungen und vervollkommnet sowie auf das Kommen seines Reiches hingeordnet wird.“

Der Papst erinnerte daran, dass das Beispiel der ersten Christen Koreas zeige, dass eine konkrete Solidarität möglich sei, „ohne dabei ihre Kultur oder ihren sozialen Status zu beachten, denn bei Christus ‚gibt es nicht mehr Juden und Griechen‘ (Gal 3,28)“. Er mahnte die Anwesenden, dass das Bemühen und die Sorge um die Armen nicht ausreichen, sondern dass der Mensch als solcher gefördert werden müsse.

Dann dankte er den katholischen Frauen Koreas, die in vielen Formen tätig seien, ebenso wie die christlichen Familien. Er appellierte an sie, in Zeiten einer großen Krise der Familie „die verheirateten Paare und die Familien in der Erfüllung ihrer eigentlichen Sendung im Leben der Kirche und der Gesellschaft zu unterstützen“, und hob die Bedeutung der Familie für das gesellschaftliche Leben hervor.

Dann bat er die verschiedenen Laienorganisationen, die umfassende Bildung der Mitglieder mittels Katechese und geistlicher Begleitung zu fördern. Der Papst unterstrich erneut die Bedeutung des Beitrags der Laien für die Entwicklung der Kirche in Korea, die „zu einem großen Teil von der Entwicklung einer ekklesiologischen Vision abhängen wird, die in einer Spiritualität der Gemeinschaft, der Teilnahme und des Teilens der Gaben gründet (vgl. Ecclesia in Asia, 45).“

Abschließend stellte Papst Franziskus die Anwesenden unter den Schutz Marias, betete mit ihnen ein gemeinsames Ave Maria und bat sie, für ihn zu beten. Aufgrund des schlechten Wetters, das derzeit in Korea vorherrscht, musste das Programm des Papstes verkürzt werden und er kehrte früher als geplant nach Seoul zurück.